Nordkoreanische Gefangene in der Ukraine möchten nach Südkorea fliehen: Was bekannt ist.

Nordkoreanische Gefangene in der Ukraine möchten nach Südkorea fliehen: Was bekannt ist
Nordkoreanische Gefangene in der Ukraine möchten nach Südkorea fliehen: Was bekannt ist

Nach Angaben von ТСН: Zwei Soldaten aus Nordkorea, die in der Ukraine in Kriegsgefangenschaft geraten sind, äußerten den Wunsch, nach Südkorea zu ziehen.

Laut einem Aktivisten aus Seoul, dem Vorsitzenden der nordkoreanischen Flüchtlingsorganisation, haben diese jungen Soldaten, etwa 20 Jahre alt, bereits im Oktober einen entsprechenden Brief gesendet. Der Brief kam nach ihrem Treffen mit einem Dokumentarfilmer aus Südkorea im Kriegsgefangenenlager in der Nähe von Kiew zustande, und die Aktivisten erhielten ihn Anfang dieses Monats.

Der Wunsch, nach Südkorea zu gehen

In ihrem Aufruf teilten die Soldaten ihren Wunsch mit, nach Südkorea zu ziehen, und betrachten deren Bürger als 'ihre Eltern und Brüder'. Sie drücken ihre Dankbarkeit gegenüber allen aus, die sie unterstützt haben, und betonen, dass ihre Situation 'nicht als Tragödie, sondern als der Beginn eines neuen Lebens' wahrgenommen wird.

„Dank der Unterstützung des Volkes der Republik Korea haben wir begonnen, neue Träume und Bestrebungen zu entwickeln“, heißt es in dem Brief.

Diese nordkoreanischen Kriegsgefangenen erregten internationale Aufmerksamkeit nach der Aussage des Präsidenten der Ukraine über ihre Festnahme durch ukrainische Truppen während der Kämpfe in der Region Kursk in Russland.

Laut dem Aktivisten bestätigt der Brief die Absicht beider Soldaten, Nordkorea zu verlassen. Es sei erinnerlich, dass nur einer von ihnen im Februar während eines Treffens mit einem südkoreanischen Parlamentarier den Wunsch geäußert hat, nach Südkorea zu gehen.

Nach Angaben des Aktivisten hat Nordkorea seit Oktober letzten Jahres etwa 15.000 Soldaten nach Russland geschickt, um am Konflikt gegen die Ukraine teilzunehmen.

Die Regierung von Südkorea ist bereit, nordkoreanische Kriegsgefangene aufzunehmen, wenn ihr Wunsch nach einem Umzug offiziell bestätigt wird.

Darüber hinaus wurde zuvor berichtet, dass nordkoreanische Arbeiter als 'Sklaven' nach Russland geschickt werden, und die Bezahlung ihrer Arbeit in die Taschen von Kim Jong-un und seinem Regime fließt.

Diese Situation unterstreicht die Komplexität der humanitären Aspekte des Konflikts. Der Wunsch dieser jungen Soldaten, Nordkorea zu verlassen und ein neues Leben in Südkorea zu beginnen, könnte breitere Stimmungen unter nordkoreanischen Soldaten widerspiegeln, die nach Veränderungen streben. Sollte ihr Plan erfolgreich sein, könnte diese Frage einen wichtigen Schritt im Dialog zwischen Südkorea und Nordkorea darstellen.


Lesen Sie auch

Werbung