Reise von Andrij Sybiha nach Peking: Kann sie Chinas Haltung zum Krieg beeinflussen?.
Andrij Sybihas Besuch in China
Nach Angaben von UATV: In der Ukraine wartet man gespannt auf die Reise von Außenminister Andrij Sybiha in die Volksrepublik China. Fachleute rechnen jedoch nicht mit einer grundlegenden Wende in der chinesischen Position zum Ukrainekrieg. Der Experte Dmytro Jefremow betont, dass der Besuch keineswegs auf einen radikalen Kurswechsel Pekings hindeute – insbesondere nicht in Bezug auf den Konflikt in der Ukraine. Bislang fehlten jegliche Anzeichen oder Bestätigungen dafür, dass in China eine Neubewertung dieser Haltung im Gange sei.
Jefremow erinnerte zudem daran, dass der vorherige ukrainische Außenminister China innerhalb von drei Jahren besucht habe. Dies unterstreiche zwar den historischen Dialog zwischen Kiew und Peking, zeuge aber nicht von einem gesteigerten Interesse der chinesischen Seite an einer Vertiefung der Kontakte mit der Ukraine.
„Sollte es zu einem Treffen zwischen Selenskyj und Xi Jinping kommen, dann erst könnte man von einem chinesischen Interesse an einer Vermittlung im Ukrainekrieg sprechen“, so Jefremow.
Aussichten auf eine veränderte Haltung Chinas
Im Jahr 2024 könnte der ukrainische Außenminister ein bis zwei Monate vor seinem Rücktritt noch nach China reisen. Doch nach Einschätzung des Experten:
„China wird vorerst an seiner Linie festhalten“, sagt Dmytro Jefremow.Das zeigt: Selbst wenn ein Treffen zustande käme, bliebe die internationale Lage stabil, ohne nennenswerte Verschiebungen in der chinesischen Position zum Ukraine-Konflikt.
Sybihas Visite könnte als Versuch der Ukraine gewertet werden, den Dialog mit Peking vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges zu intensivieren. Angesichts der Experteneinschätzungen bleibt der tatsächliche Einfluss Chinas auf die Lage in der Ukraine jedoch begrenzt. In Zeiten globaler Spannungen und angesichts der Unterstützung, die Peking Russland gewährt, ist zu bedenken: Veränderungen in Chinas Außenpolitik vollziehen sich meist schrittweise und hängen von vielen Faktoren ab – etwa der internationalen Reaktion oder innenpolitischen Prozessen in der Volksrepublik.
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