Guyana: das einzige Land der Welt, das sich vollständig selbst mit Lebensmitteln versorgt.

Guyana: das einzige Land der Welt, das sich vollständig selbst mit Lebensmitteln versorgt
Guyana: das einzige Land der Welt, das sich vollständig selbst mit Lebensmitteln versorgt

Nach Angaben von ТСН: Trotz globaler Probleme mit der Ernährungssicherheit hat es Guyana, ein kleines Land in Südamerika, geschafft, einen Erfolg zu erzielen, der für die meisten Länder unerreichbar bleibt. Mit einer Bevölkerung von etwa 830.000 Menschen ist Guyana der einzige Staat, der in der Lage ist, seine Bevölkerung mit grundlegenden Nahrungsmitteln durch inländische Produktion vollständig zu versorgen.

Gemäß den Daten einer Studie ist Guyana in allen sieben Schlüsselbereichen selbstversorgend: Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen sowie stärkehaltige Pflanzen. Auf den Märkten der Hauptstadt Georgetown kann man Stände sehen, die mit Reis, Maniok, frischem Fisch, Obst und Gemüse gefüllt sind, die innerhalb des Landes angebaut werden.

Natürliche Bedingungen und landwirtschaftliche Ansätze

Dieses Ergebnis wurde ohne erhebliche Erweiterung der landwirtschaftlichen Flächen auf Kosten tropischer Wälder erreicht, was in der Region gängige Praxis ist. Derzeit sind über 85 % des Territoriums von Guyana immer noch mit Primärwäldern bedeckt. Die Grundlage der Ernährungssicherheit bildet eine Kombination aus natürlichen Bedingungen und landwirtschaftlichen Methoden, die an die Gegebenheiten vor Ort angepasst sind.

Guyana befindet sich in einer tropischen Zone mit konstantem Wärme, hoher Luftfeuchtigkeit und fruchtbaren Böden, die über Jahrtausende durch Flussablagerungen entstanden sind. Eine wichtige Rolle spielt die Organisation der Landwirtschaft. Lokale Landwirte nutzen aktiv Zwischenkulturen - den Anbau mehrerer Kulturen auf einem Feld. Dieser Ansatz ermöglicht laut der Studie eine Ertragssteigerung von 20-50 %, verringert das Risiko von Ernteverlusten und erhält die Bodenstruktur.

Regenerative Landwirtschaft

Besonderes Augenmerk legen Forscher auf Praktiken der regenerativen Landwirtschaft, die die Integration von Viehzucht und Pflanzenbau, den Erhalt von lebendem Wurzelwerk im Boden während des Jahres und den natürlichen Schutz des Landes vor Erosion vorsehen. Dies ermöglicht die Erhaltung der Fruchtbarkeit, ohne die Ressourcen auszubeuten.

Die Autoren der Studie betonen jedoch, dass vollständige Ernährungssouveränität kein universelles Ziel für alle Länder ist. Die meisten Staaten verfügen über nicht genügend Ressourcen oder geeignete Flächen, und Versuche, sich selbst zu versorgen, wurden in der Vergangenheit oft von Einschränkungen und strenger Innenpolitik begleitet. Dennoch zeigt das Beispiel von Guyana, dass selbst kleine Länder ein hohes Maß an Ernährungssicherheit erreichen können, wenn sie ihre natürlichen Bedingungen berücksichtigen und auf Diversität in den Kulturen setzen.

Vor dem Hintergrund des Klimawandels, von Kriegen und Unterbrechungen im globalen Handel wird die Erfahrung Guyanas immer relevanter. Forscher betonen, dass die Zukunft der Ernährungssicherheit nicht nur von Technologien, sondern auch von einem effektiven Management der vorhandenen Ressourcen abhängt.

Guyana ist zu einem Beispiel dafür geworden, wie ein Land mit einer kleinen Bevölkerung in der Lage sein kann, in der Produktion von Lebensmitteln selbstversorgend zu sein. Ihre erfolgreichen landwirtschaftlichen Praktiken, die auf den Erhalt natürlicher Ressourcen und die Diversität von Kulturen ausgerichtet sind, können eine hilfreiche Erfahrung für andere Länder sein, die nach Lösungen suchen, um die Ernährungssicherheit angesichts globaler Herausforderungen zu verbessern.

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