Ukrainische Wirtschaft schrumpft im ersten Kriegsjahr um 30 Prozent: Ex-Berater Ustenko über die größten Hürden und internationale Hilfe.

Ukrainische Wirtschaft schrumpft im ersten Kriegsjahr um 30 Prozent: Ex-Berater Ustenko über die größten Hürden und internationale Hilfe
Ukrainische Wirtschaft schrumpft im ersten Kriegsjahr um 30 Prozent: Ex-Berater Ustenko über die größten Hürden und internationale Hilfe

Oleh Ustenkos Erfahrungen im Krieg

Nach Angaben von UATV: Oleh Ustenko, ein ukrainischer Wirtschaftswissenschaftler und ehemaliger Berater des ukrainischen Präsidenten, berichtet über seine Arbeit während des Krieges, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die entscheidende Rolle der internationalen Unterstützung für die Ukraine. Ustenko wurde 1969 in Kiew geboren, erwarb 2001 einen Master-Abschluss an der Harvard University und promovierte 2003 an der Brandeis University. Seit 2004 ist er Teil des Teams der Internationalen Blazer-Stiftung, und von 2019 bis 2024 war er Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Wirtschaftliche Herausforderungen für die Ukraine

Die wirtschaftliche Lage der Ukraine im Krieg ist äußerst angespannt. Im ersten Jahr des Konflikts brach die Wirtschaft des Landes um 30 Prozent ein. Oleh Ustenko betonte die dringende Notwendigkeit internationaler Hilfen und wies darauf hin, dass die Ukraine im Jahr 2022 rund 35 bis 40 Milliarden US-Dollar zur Stützung des Staatshaushalts erhielt. Bundeskanzler Olaf Scholz kündigte zudem 50 Milliarden Euro an Unterstützung für die Ukraine an. Die Ausgaben der Ukraine für Sicherheit und Verteidigung belaufen sich auf etwa 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), und Prognosen zufolge wird das Budget für diesen Bereich im Jahr 2026 rund 60 Milliarden US-Dollar betragen.

  • Die Staatsverschuldung ist hoch und erreicht 100 Prozent des BIP.
  • Der Dollarkurs liegt bei etwa 45 Griwna.
'Dieses ganze Gerede, das ab und zu aus Russland kommt – schaut mal, wie hoch die Schulden der Ukraine sind – ja, tatsächlich, wir haben hohe Schulden.' Oleh Ustenko

Ustenko unterstrich zudem, dass „meiner Meinung nach, je weniger Staat in der Wirtschaft ist, desto besser“ und verwies auf die wichtige Rolle großer Unternehmen für die Zukunft des Landes. Er thematisierte das Problem der Oligarchen und merkte an, dass „das Problem der Oligarchen nicht darin besteht, dass jemand reich ist“. Diese Aussagen verdeutlichen die Komplexität der wirtschaftlichen Lage und die enormen Herausforderungen, denen sich das Land im Krieg stellen muss. Die Ukraine steht vor der schwierigen Aufgabe, ihre Wirtschaft zu stabilisieren und gleichzeitig die Verteidigungsfähigkeit zu sichern.

Angesichts des anhaltenden Krieges kämpft die Ukraine mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Problemen, die auf umfangreiche internationale Hilfe angewiesen sind. Die Bedeutung externer Finanzhilfen wird immer offensichtlicher, während das Land versucht, seine Wirtschaft zu stabilisieren und die Sicherheit zu gewährleisten. Die Aufrechterhaltung der Stabilität im Wirtschaftssektor ist entscheidend für die weitere Entwicklung des Landes und seinen Wiederaufbau nach dem Ende des Konflikts.


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