Russlands Zukunft nach Einschätzung des Ökonomen Igor Lipsiz: Verarmung, Niedergang und Bevölkerungsschwund.

Russlands Zukunft nach Einschätzung des Ökonomen Igor Lipsiz: Verarmung, Niedergang und Bevölkerungsschwund
Russlands Zukunft nach Einschätzung des Ökonomen Igor Lipsiz: Verarmung, Niedergang und Bevölkerungsschwund

Die wirtschaftliche Lage Russlands

Nach Angaben von UATV: Der russische Ökonom Igor Lipsiz beschreibt die katastrophale wirtschaftliche Situation in seinem Land. Ausgelöst wird sie durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, sinkende Einnahmen aus dem Export von Öl und Gas sowie massive Probleme im Agrarsektor. Lipsiz prognostiziert eine weitere Verarmung und einen Rückgang der Bevölkerung. Der Krieg dauere an, und seine Auswirkungen belasteten die russische Wirtschaft weiterhin schwer, so der Experte. Seine Analyse zeichnet das Bild einer Nation in einer tiefen strukturellen Krise.

Igor Lipsiz, 1950 in Moskau geboren und Absolvent des Plechanow-Instituts für Volkswirtschaft, ist einer der Gründer der renommierten Hochschule für Wirtschaft (HSE) und Autor des ersten russischen Lehrbuchs zur Marktwirtschaft für Oberstufenschüler. Seine Einschätzung ist drastisch:

„Die Situation wird für die Russische Föderation dramatisch.“

Krise in der Landwirtschaft

Lipsiz zieht ein drastisches Bild für die russische Politik:

„Sie tötet sich selbst: Um leichter zu werden, schneidet sie sich ein Bein oder einen Arm ab.“
Seit 2014, mit Beginn der Sanktionen, sei ein Niedergang der Landwirtschaft in Gang gesetzt worden, der nun zu ernsthaften Versorgungsproblemen führe. Der Ökonom betont: „Das Elend besteht darin, dass Russland in eine Sackgasse geraten ist, aus der es praktisch keinen Ausweg gibt.“

Demografische Prognosen für Russland bis zum Jahr 2100 sehen einen möglichen Bevölkerungsrückgang auf 66 bis 90 Millionen Menschen vor. Lipsiz weist darauf hin, dass der Kreml vier Kriegsjahre überstanden habe und glaube, es werde weiterhin gut gehen – die Realität sehe jedoch anders aus.

Während offizielle Stellen in Moskau nach außen hin Normalität suggerieren, sprechen die wirtschaftlichen Fakten eine andere Sprache. Nach Lipsiz' Einschätzung ist eine Besserung derzeit unmöglich: „Das korrupte System Russlands würde sofort jeden Versuch einer gerechteren Verteilung zunichtemachen.“ Falls sich der Kurs nicht ändere, stehe Russland „Verarmung und Niedergang“ bevor. Diese Aussagen unterstreichen die schwerwiegenden wirtschaftlichen Herausforderungen, die Russland durch Krieg und internationale Isolation bewältigen muss.

Die sinkenden Energieexporteinnahmen und die Schwierigkeiten in der Agrarwirtschaft könnten nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die soziale Stabilität des Landes ernsthaft gefährden. Die Vorhersagen eines massiven Bevölkerungsrückgangs lassen zudem tiefgreifende Veränderungen in der gesellschaftlichen Struktur Russlands für die kommenden Jahrzehnte erwarten.


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