Experten warnen vor Kollaps der russischen Wirtschaft.
Warnung vor einem Zusammenbruch
Nach Angaben von UATV: Der russische Ökonom Igor Lipsiz sieht die Wirtschaft seines Landes vor einem ähnlichen Zusammenbruch wie den der Sowjetunion im Jahr 1991. Er verweist auf massive finanzielle Probleme bei großen Konzernen wie 'Rosneft' und 'Lukoil'. So seien die Gewinne von 'Rosneft' dramatisch eingebrochen, während 'Lukoil' den Staat um Steuererleichterungen gebeten habe. Die Lage am Öl- und Gasmarkt werde zusätzlich durch die Abhängigkeit von China verschärft, das Gas über die 'Kraft Sibiriens'-Pipeline zu deutlich niedrigeren Preisen als frühere europäische Abnehmer bezieht.
Tiefgreifende Wirtschaftskrise
Laut Lipsiz steuert Russland auf die schwerste Wirtschaftskrise der letzten zwanzig Jahre zu. Ein deutliches Anzeichen dafür sei das Rekord-Haushaltsdefizit, das für das Jahr 2025 verzeichnet wurde. Die einseitige Ausrichtung der Wirtschaft auf Rohstoffexporte macht das Land besonders verwundbar.
'Auch uns wurde damals gesagt, die Sowjetunion könne nicht zusammenbrechen... Doch sie fiel in sich zusammen, innerhalb von drei Tagen, weil sie zu diesem Zeitpunkt bereits von innen heraus verrottet war.' – Igor Lipsiz
Der Experte bewertet den Gewinneinbruch der großen Ölkonzerne als alarmierendes Signal. 'Wir sehen gerade, wie die Gewinne der großen Ölgesellschaften einbrechen... das zerstört die Wirtschaft direkt vor unseren Augen', so Lipsiz zur aktuellen Situation der russischen Ölindustrie. Diese Entwicklungen gewinnen vor dem Hintergrund globaler wirtschaftlicher Herausforderungen und innenpolitischer Spannungen in Russland zunehmend an Brisanz.
Die von Lipsiz beschriebene Situation deutet auf eine mögliche Systemkrise hin, die nicht nur für Russland, sondern auch für die Weltwirtschaft ernste Folgen haben könnte. Eine weitere Verschlechterung der Finanzlage von Schlüsselunternehmen wie 'Rosneft' und 'Lukoil' könnte im Land zu massiven sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen führen. Zudem könnten Verschiebungen in der russischen Außenwirtschaftspolitik, insbesondere im Verhältnis zu China, die Stabilität der gesamten Region beeinflussen.
Lesen Sie auch
- Euro-Tausch im Juni: Für Ukrainer bietet sich jetzt ein günstiges Zeitfenster
- PrivatBank: Kunden können nach Vertragsende noch 30 Tage über ihr Geld verfügen
- Staat springt ein: Bis zu 16 Millionen Griwna für zerstörte Betriebe in Odessa
- 500 Millionen für die Heizsaison: Wie Charkiw sich auf neue russische Angriffe vorbereitet
- Gehaltserhöhung für Soldaten auf bis zu 460.000 Griwna: EU-Kredite dafür tabu
- Hauptursache der Inflation in der Ukraine benannt: Diese Bevölkerungsgruppen trifft es am härtesten

