Früherer Energie-Minister der Krim in Kiew gefasst – bis zu 15 Jahre Haft drohen.
Festnahme von Serhij Kolobow
Nach Angaben von Novyny.live: In der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben Ermittler des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) einen Mann festgenommen, der nach der Annexion der Krim im Jahr 2014 für die russische Besatzungsverwaltung tätig war. Serhij Iwanowytsch Kolobow, der sich als sogenannter ‚Energieminister der Krim‘ betätigte, muss nun mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren sowie der Einziehung seines Vermögens rechnen. Der Festgenommene sitzt derzeit in Untersuchungshaft; eine Freilassung gegen Kaution ist ausgeschlossen.
Kolobows Aufgaben auf der besetzten Halbinsel
Nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim nahm Kolobow die russische Staatsbürgerschaft an. Der von Moskau eingesetzte Statthalter Sergei Aksjonow ernannte ihn daraufhin zum ‚Minister für Brennstoffe und Energie der Republik Krim‘. In dieser Funktion half Kolobow der russischen Besatzungsverwaltung dabei, die Energieinfrastruktur der Halbinsel unter ihre Kontrolle zu bringen. Dies betraf unter anderem folgende Anlagen:
- die Wärmekraftwerke in Simferopol und Sewastopol
- das Tawrijische Wärmekraftwerk
- zahlreiche Solar- und Windparks
- Gasleitungen
- Gaskompressorstationen
- Tanklager und Ölterminals in Kertsch und Feodossija
Die Ermittler haben Kolobow offiziell verdächtigt, gegen Artikel 111 Absatz 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches verstoßen zu haben – dieser Paragraph stellt Landesverrat unter Strafe. Die Festnahme wird als bedeutender Erfolg im Kampf gegen die russische Aggression und zum Schutz der nationalen Interessen der Ukraine gewertet.
Dieser Fall zeigt, dass die Ukraine ihre Bemühungen zur Bekämpfung von Kollaboration und zur Gegenwehr gegen die russische Besetzung der Krim konsequent fortsetzt. Quelle: Offizieller Vertreter des SBU
Angesichts des anhaltenden Krieges gewinnt die strafrechtliche Verfolgung von Personen, die mit den Besatzern zusammenarbeiten, zunehmend an Bedeutung. Die Inhaftierung Kolobows könnte ein abschreckendes Signal an andere potenzielle Kollaborateure senden, dass ihr Handeln nicht folgenlos bleibt.
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