Der ehemaligen Leiter des Untersuchungsgefangnisses in Taganrog wurde der Verdacht mitgeteilt: Er befahl die Folterung der Journalistin Roszczyna.
Der ehemalige Leiter des Untersuchungsgefängnisses Nr. 2 in der Stadt Taganrog in der Region Rostow wurde verdächtigt. Er gab die Befehle zur Folterung der ukrainischen Journalistin Wiktorija Roszczyna, die in Gefangenschaft gestorben ist.
Darüber berichtete der Pressedienst der Nationalpolizei am Donnerstag, den 7. August.
Den Ermittlungen zufolge gab es während seiner Leitung im Untersuchungsgefängnis ein organisiertes System repressiven Verhaltens gegenüber gefangenen ukrainischen Soldaten und Zivilisten. Eine der Betroffenen war Wiktorija Roszczyna, die von den russischen Militärs auf dem vorübergehend besetzten Territorium der Region Saporischschja festgenommen und in dieses Gefängnis gebracht wurde.
Im Untersuchungsgefängnis wurde Roszczyna systematischen Folterungen, körperlicher Gewalt, Erniedrigungen und psychischem Druck ausgesetzt. Ihr wurde der Zugang zu medizinischer Hilfe, Nahrung, Trinkwasser sowie das Recht auf Schlaf und Ruhe verwehrt. Die Journalistin wurde gezwungen, mit der Verwaltung des Gefängnisses zusammenzuarbeiten, wobei moralischer und physischer Druck angewendet wurde.
Die Ermordung von Wiktorija Roszczyna
Seit Beginn des umfassenden Krieges berichtete Wiktorija Roszczyna aktiv über die Verbrechen der RF auf den vorübergehend besetzten Gebieten. Im März 2022 wurde sie erstmals gefangen genommen - sie wurde in Berdjansk ergriffen. Nach 10 Tagen der Gefangenschaft konnte die Journalistin befreit werden.
Im Juli desselben Jahres reiste Roszczyna nach Polen, von wo aus sie plante, durch das Territorium Russlands erneut in die vorübergehend besetzten Gebiete zu gelangen, um ihre journalistischen Ermittlungen fortzusetzen. Doch bereits am 3. August 2022 brach der Kontakt zu ihr ab. Seitdem wurde Wiktorija Roszczyna als vermisst angesehen.
Tatsächlich wurde dem ehemaligen Leiter des Untersuchungsgefängnisses in Taganrog der Verdacht der Beteiligung an der Folter und dem Tod der ukrainischen Journalistin Wiktorija Roszczyna während ihrer Gefangenschaft vorgelegt. Zuvor wurde diese Geschichte bereits mehrfach in den Medien besprochen und als Menschenrechtsverletzung sowie als Ausdruck kriminellen Verhaltens seitens der russischen Militärs verurteilt.
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