Eigenentwicklung abgeschlossen: Zehn Nationen beteiligen sich an ukrainischem Abwehrsystem Freyja.

Eigenentwicklung abgeschlossen: Zehn Nationen beteiligen sich an ukrainischem Abwehrsystem Freyja
Eigenentwicklung abgeschlossen: Zehn Nationen beteiligen sich an ukrainischem Abwehrsystem Freyja

Europäische Raketenabwehr im Fokus

Nach Angaben von UATV: Der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Budanow, hat mit EU-Kommissar Andrius Kubilius über den Aufbau eines gemeinsamen Schutzschirms für Europa gesprochen. Dabei hob Budanow hervor, dass die Ukraine die Entwicklung einer eigenen Abwehrrakete abgeschlossen habe. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dieser nationale Beitrag solle in das System Freyja einfließen, das als europäische Alternative zu den US-amerikanischen Patriot-Systemen konzipiert ist.

Die Mitglieder der Abwehrkoalition

Folgende Staaten haben sich der Anti-Raketen-Allianz angeschlossen:

  • Ukraine
  • Frankreich
  • Großbritannien
  • Deutschland
  • Italien
  • Norwegen
  • Dänemark
  • Schweden
  • Niederlande
  • Spanien

Im Zuge der Kooperation erlaubte Frankreich der Ukraine die Produktion von Aster-30-Raketen, Marschflugkörpern vom Typ SCALP sowie Hammer-Lenkbomben. Zudem hat Kiew mit neun Ländern Abkommen zur gemeinsamen Fertigung von Drohnen geschlossen. Ein gemeinsamer Förderfonds unterstützt Entwicklungsprojekte ukrainischer und niederländischer Unternehmen.

Wolodymyr Selenskyj betonte: 'Die Ukraine besitzt eine Rakete, aber das ist nur ein Teil des Ganzen. Gemeinsam können wir dieses System innerhalb der nächsten zwölf Monate fertigstellen.'

Diese Aussage unterstreicht den ernsthaften Willen Kiews, sowohl die eigene als auch die europäische Sicherheit in Zeiten wachsender Bedrohungen zu stärken. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ergänzte: 'Der russische Krieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen Risiken zeigen, dass die strategische Lage in Europa weniger von Lagerbeständen als vielmehr von deren Zulauf bestimmt wird.'

Die Entwicklung eines eigenen Raketenabwehrsystems und die vertiefte Zusammenarbeit mit EU-Staaten sind daher entscheidende Schritte zur Festigung der Verteidigungsfähigkeit der Ukraine und ganz Europas. Diese Anstrengungen könnten die Sicherheitsarchitektur der Region grundlegend verändern, die Abhängigkeit von traditionellen Systemen verringern und den Schutz vor äußeren Gefahren erhöhen – ein besonders dringliches Anliegen angesichts des anhaltenden Konflikts mit Russland.


Lesen Sie auch

Werbung