Ex-Sprecher von Schoigu enthüllt: Russische Geographische Gesellschaft diente vor allem dem Minister-Marketing.

Ex-Sprecher von Schoigu enthüllt: Russische Geographische Gesellschaft diente vor allem dem Minister-Marketing
Ex-Sprecher von Schoigu enthüllt: Russische Geographische Gesellschaft diente vor allem dem Minister-Marketing

Einblick eines ehemaligen Pressesprechers: Wie Schoigu die Geographische Gesellschaft für sich nutzte

Nach Angaben von Novyny.live: Dmytro Skorobutow, einst Pressesprecher der Russischen Geographischen Gesellschaft, gewährt Einblicke in die Medienarbeit der Organisation. Er berichtet, dass diese in erster Linie darauf ausgerichtet war, Sergei Schoigu während seiner Führungszeit öffentlichkeitswirksam zu inszenieren. Die Hauptressourcen seien demnach gezielt für den Aufbau seines Images eingesetzt worden – in der Phase, als er sich auf die Übernahme des russischen Verteidigungsministeriums vorbereitete.

Skorobutow war von 2011 bis 2012 als Pressesprecher für die Gesellschaft tätig. Damals standen Wladimir Putin und Sergei Schoigu an der Spitze der Organisation, wobei Putin den Vorsitz des Kuratoriums innehatte. Die zentrale Aufgabe der Medienarbeit sei es gewesen, ausschließlich Schoigu ins rechte Licht zu rücken.

„Wir sollten Schoigu publicitywirksam vermarkten. Im Grunde existierte die Russische Geographische Gesellschaft genau dafür. Mir wurde stets dieselbe Bitte übermittelt: ‚Sergei wünscht, dass sein Name aus allen Kanälen tönt‘“, erklärte Dmytro Skorobutow.

Er betonte zudem: „Alles andere geschah nur seinetwegen. Die Budgets wurden für ihn bereitgestellt, Projekte für ihn ins Leben gerufen und die gesamte Medienstrategie auf ihn zugeschnitten.“

Die Schlüsselrolle der Medienarbeit für den Imageaufbau

Die Medienarbeit der Russischen Geographischen Gesellschaft konzentrierte sich folglich auf die Schaffung eines positiven Bildes von Sergei Schoigu. Dies war besonders im Hinblick auf seine bevorstehende Ernennung zum Verteidigungsminister der Russischen Föderation von Bedeutung. Diese Enthüllungen belegen eine enge Verflechtung zwischen Medienarbeit und politischen Zielen und unterstreichen, wie entscheidend die Imagepflege für politische Akteure ist.

Der Fall verdeutlicht zudem, welche Macht Medien bei der Gestaltung und Aufrechterhaltung öffentlicher Persönlichkeiten haben – ein Faktor, der politische Karrieren und die Wahrnehmung in der Gesellschaft maßgeblich beeinflussen kann. Dies weist auf eine systematische Praxis hin, Medien in Russland für politische Zwecke zu instrumentalisieren.


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