Früherer Polizist verkaufte gefälschte Behinderungen für Wehrdienstverweigerer: So lief die Masche.
Festnahme eines Ex-Polizisten in Charkiw
Nach Angaben von Novyny.live: Ein ehemaliger Polizeibeamter aus Losowa ist ins Visier der Ermittler geraten. Er soll gegen eine Zahlung von 10.000 US-Dollar fingierte Behinderungsbescheinigungen angeboten haben, um Männern die Flucht vor der Mobilmachung zu ermöglichen. Die Festnahme erfolgte am 24. Mai 2026 in Charkiw. Die Machenschaften des Ex-Polizisten sorgten in der Öffentlichkeit für Unmut, da solche Handlungen die Verteidigungsfähigkeit des Landes untergraben.
Die Masche und ihre Folgen
Das Angebot sah vor, eine vorgetäuschte Invalidität zu bescheinigen, wodurch betroffene Männer der Einberufung entgehen konnten. Der Preis für diesen Dienst lag bei 10.000 US-Dollar. Bei einer Durchsuchung des Beschuldigten wurden 6.800 US-Dollar sowie ein gefälschter Ausweis eines Mitarbeiters des ukrainischen Sicherheitsdienstes sichergestellt. Dies deutet darauf hin, dass der Festgenommene den Eindruck enger Verbindungen zu Sicherheitsbehörden erwecken wollte, um sein illegales Geschäft zu legitimieren.
Dem ehemaligen Beamten wird nun ein Verstoß gegen Teil 3 von Artikel 369-2 des ukrainischen Strafgesetzbuches vorgeworfen. Dieser Straftatbestand sieht eine Freiheitsstrafe von drei bis acht Jahren vor. In Charkiw sind zudem weitere Fälle von illegalen Machenschaften ans Licht gekommen, die das Gesetz verletzen. So wird ein Abgeordneter des Stadtrats von Charkiw verdächtigt, die illegale Ausreise von Männern ins Ausland für 17.000 US-Dollar organisiert zu haben. Das System umfasste sowohl die unerlaubte Grenzüberquerung als auch die Ausstellung gefälschter Papiere.
Daneben wurde der Leiter einer Nichtregierungsorganisation wegen Beihilfe zum illegalen Grenzübertritt verurteilt. Das Gericht sprach ein Urteil gegen einen Mann, der schuldig gesprochen wurde, die Arbeit der ukrainischen Streitkräfte behindert zu haben. Diese Vorfälle offenbaren systemische Probleme im Zusammenhang mit der Umgehung der Mobilmachung und illegalen Netzwerken, die die nationale Sicherheit gefährden. Die Strafverfolgungsbehörden verstärken ihre Bemühungen, solche kriminellen Strukturen aufzudecken und zu zerschlagen.
Die Festnahme des Ex-Polizisten in Charkiw unterstreicht die ernsten Herausforderungen, denen sich die Ukraine im Bereich der Verteidigungsfähigkeit gegenübersieht.
Probleme wie die Mobilmachungsumgehung und die Organisation illegaler Geschäfte können die Staatssicherheit erheblich beeinträchtigen, insbesondere in Kriegszeiten. Die Strafverfolgungsbehörden intensivieren ihre Arbeit, um solche kriminellen Netzwerke zu identifizieren und zu beseitigen. Dies soll letztlich die Verteidigungsposition des Landes stärken und Missbrauch in diesem sensiblen Bereich verhindern.
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