Militärfriedhof in der Ukraine in Gefahr: Aktivistin deckt Missstände auf.
Probleme um die nationale Gedenkstätte für Gefallene
Nach Angaben von Espreso.tv: Die Aktivistin Nadija Kowalenko schlägt Alarm wegen des geplanten Nationalen Militärgedenkfriedhofs im Dorf Marchaliwka. Sie kritisiert schwere Mängel: zu hohe Bodenfeuchtigkeit, Verstöße gegen Bauvorschriften und verspätete Installation von Entwässerungssystemen auf dem Gelände der künftigen Begräbnisstätte.
Bereits vor Baubeginn war das Areal durch erhöhte Nässe und einen hohen Grundwasserspiegel gekennzeichnet. Erst nach zahlreichen Interventionen der Bevölkerung wurde ein Drainagesystem eingerichtet. Kowalenko betont:
„Das ist ein krasser Verstoß sowohl gegen Bau- als auch gegen Hygienestandards“. Sie fügt hinzu:
„Man sollte die Chronologie der Fehler betrachten. Der Standort wurde falsch gewählt“.
Folgen und nächste Schritte
Die Lage verschärfte sich nach Starkregen am 9. Juni, der einen Damm auf dem Friedhofsgelände wegspülte. Weitere Unwetter am 4. Juli verursachten Schäden: Asphaltdecken brachen ein, Schotterwege wurden ausgewaschen. Dies verstärkt die Sorgen der Dorfbewohner.
Trotz eines Urteils des Obersten Gerichtshofs wird der Nationale Militärgedenkfriedhof nicht verlegt. Am 5. August 2025 erklärte das Sechste Verwaltungsberufungsgericht die Anordnung der Militärverwaltung der Region Kiew für ungültig. Bereits am 30. Januar hatte die Organisation 'Marchaliwka. Unterstützung' eine Kassationsbeschwerde vor dem Obersten Gericht gewonnen.
Zur Erinnerung: Am 25. August wurden Andrij Melnyk und seine Frau auf dem Friedhof umgebettet. Laut Kowalenko wurde zur Klärung der Probleme eine eigene hydrologische Untersuchung zusammen mit dem Veteranen Lotosh durchgeführt. Die Gemeinde und Aktivisten beobachten die Situation genau, um eine würdige Ruhestätte für die Gefallenen zu sichern.
Der Fall des Nationalen Militärgedenkfriedhofs in Marchaliwka zeigt, wie wichtig die Einhaltung von Bau- und Hygienestandards ist – besonders bei Orten des Gedenkens. Mängel bei der Entwässerung und Feuchtigkeit gefährden nicht nur die Bausubstanz, sondern auch die emotionale Bedeutung dieses Platzes für die Angehörigen. Lokale Behörden und Aktivisten müssen nun gemeinsam dafür sorgen, dass das Gelände stabilisiert wird und künftige Schäden vermieden werden.
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