Priotät für lebende Menschen: Portnikow fordert Verschiebung von Denkmalprojekten.

Priotät für lebende Menschen: Portnikow fordert Verschiebung von Denkmalprojekten
Priotät für lebende Menschen: Portnikow fordert Verschiebung von Denkmalprojekten

Schutz der Bürger im Krieg

Nach Angaben von Espreso.tv: Der Journalist Witalij Portnikow hat die ukrainischen Behörden im Sender Espresso dazu aufgerufen, den Schutz der Bürger während des Krieges zur obersten Priorität zu machen. Er betonte, dass die Errichtung von Denkmälern erst nach dem Ende der Kampfhandlungen in Angriff genommen werden sollte. In dieser kritischen Phase müsse die Sicherheit der Menschen im Vordergrund stehen.

Bei einem der jüngsten massiven Angriffe hielten sich rund 50.000 Menschen in der Kiewer U-Bahn auf – ein Beleg für die ernsten Gefahren, denen die Bevölkerung ausgesetzt ist. Portnikow erklärte dazu:

„Man muss darüber nachdenken, wie man das Leben der noch lebenden Menschen retten kann, damit sie nicht auf dem Friedhof landen.“ – Witalij Portnikow

Diese Aussage unterstreicht, dass der Erhalt von Leben Vorrang vor anderen Angelegenheiten wie der Stadtverschönerung haben sollte.

Schutzräume neu denken

Darüber hinaus wies Portnikow auf die Notwendigkeit hin, die Funktion von Schutzräumen wie U-Bahn-Stationen zu überdenken. Er hob auch die Bedeutung des historisch-kulturellen Narrativs hervor: „Wenn der Staat ein eigenes historisch-kulturelles Narrativ etabliert, muss er sich Gedanken darüber machen, wie die symbolträchtigen Orte der Hauptstadt und anderer Städte aussehen sollen.“

Der Journalist forderte, die Sicherheit der Bürger an erste Stelle zu setzen, und ergänzte:

„Ich brauche lebende Ukrainer. Die Behörden müssen alles in ihrer Macht Stehende tun, damit möglichst viele Menschen zumindest eine Überlebenschance erhalten.“ – Witalij Portnikow

Mit diesen Worten wird deutlich, wie wichtig entschlossene Maßnahmen des Staates in Kriegszeiten sind.

Insgesamt rief Portnikow dazu auf, die Anstrengungen auf den Schutz der Bürger zu konzentrieren. Fragen der Stadtgestaltung und der Errichtung von Denkmälern sollten seiner Meinung nach bis zum Kriegsende verschoben werden. „Vielleicht sollte man erst das Ende des Krieges abwarten, bevor man über Stadtverschönerung mit Denkmälern und Springbrunnen nachdenkt“, fasste er zusammen.

Portnikows Stellungnahme spiegelt die aktuellen Herausforderungen wider, vor denen die ukrainische Gesellschaft im Krieg steht. Angesichts der Lebensgefahr für die Bürger gewinnt der Fokus auf Sicherheit und Schutz besondere Bedeutung. Seine Worte könnten den Behörden als Signal dienen, ihre Prioritäten in der Krise zu überdenken – mit möglichen Auswirkungen auf künftige Entscheidungen zur städtischen Infrastruktur und zum Schutz der Bevölkerung.


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