Steuerausfall von 170 Milliarden Hrywnja: Warum der Rohstoffexport den Staatshaushalt belastet.
Die wirtschaftlichen Folgen des Rohstoffexports
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Staatskasse verzeichnet massive Einnahmeausfälle, weil der Export von Rohstoffen nicht besteuert wird. Stattdessen erstattet der Staat die Mehrwertsteuer (MwSt.) auf diese Ausfuhren. Allein im Jahr 2022 beliefen sich diese Rückzahlungen auf 170 Milliarden Hrywnja – eine Summe, die Ökonomen alarmiert. Der Wirtschaftsexperte Oleksiy Kushch weist zudem auf die praktischen Schwierigkeiten der Landwirte hin, etwa beim Zugang zu Logistik und Häfen, was den Export zusätzlich behindert.
Handelsdefizit und bürokratische Hürden für die Landwirtschaft
Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt: Bereits 2025 importierte die Ukraine mehr als doppelt so viele Waren, wie sie exportierte. Für das Wirtschaftsjahr 2025 sind zwar Getreideexporte von bis zu 1,5 Millionen Tonnen geplant. Diese Pläne werden jedoch durch massive bürokratische Hindernisse gefährdet, wie blockierte Steuerrechnungen und Probleme bei der MwSt.-Rückerstattung.
'Grundsätzlich ist die MwSt.-Erstattung im Inland ein gutes Instrument, da sie Unternehmen mit Steuerguthaben zugutekommt. Das Problem ist, dass genau diesen Unternehmen, die in der Ukraine arbeiten, die Steuerrechnungen gesperrt und die Erstattungen verweigert werden.' Oleksiy Kushch, Wirtschaftsexperte
Diese Praxis schränkt die Agrarproduzenten erheblich ein und verhindert effiziente Exportgeschäfte. 'Ihre Exportmöglichkeiten sind begrenzt, denn jeder weiß, dass die Kosten geringer sind, wenn man große Getreidepartien zusammenstellt und große Schiffe für den Transport chartert', ergänzt der Experte. Die Situation zeigt ein Paradoxon: Trotz der steuerlichen Begünstigung des Rohstoffexports durch die MwSt.-Rückzahlung werden die Produzenten durch logistische Engpässe und administrative Blockaden ausgebremst.
Die Exportkrise für Rohstoffe unterstreicht die komplexen wirtschaftlichen Herausforderungen der Ukraine. Der eingeschränkte Marktzugang und die bürokratischen Hürden mindern die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Agrarsektors erheblich. Eine Lösung dieser Probleme ist nicht nur für die wirtschaftliche Stabilität, sondern auch für die Ernährungssicherheit des Landes von entscheidender Bedeutung.
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