Wie die Ukraine ihre Energiekrise bewältigen kann: Ein Experte nennt zwei entscheidende Voraussetzungen.
Zwei-Punkte-Plan gegen den Energiekollaps
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Energieexperte Hennadij Rjabzew sieht nur einen Ausweg aus der anhaltenden Energiekrise des Landes. Seiner Analyse nach sind zwei grundlegende Maßnahmen unverzichtbar: ein massiver Ausbau der Luftabwehr und die Erweiterung der Erzeugungskapazitäten. Die Situation ist extrem angespannt, wie ein Blick auf die jüngsten Entwicklungen zeigt.
Bereits am 27. Januar musste der Netzbetreiber Ukrenerho zu Notabschaltungen greifen – ein deutliches Signal für die prekäre Lage im Stromnetz. Rjabzew beschreibt die aktuelle Dynamik als einen 'Teufelskreis', in dem das Energiesystem nach einem immer gleichen, zerstörerischen Muster funktioniere.
Die zentralen Stellschrauben für eine Stabilisierung
Der Fachmann legt dar, dass zunächst die ukrainischen Verteidigungskräfte ausreichend Mittel erhalten müssen, um die andauernden Angriffe auf kritische Infrastruktur zu unterbinden. Die zweite Voraussetzung ist ein grundlegender Paradigmenwechsel beim Wiederaufbau: Es reicht nicht aus, zerstörte Kraftwerke nur zu reparieren. Da nach jedem Angriff die Gesamtkapazität schrumpft, müssen parallel ständig neue Erzeugungsanlagen hinzugebaut werden, um das System widerstandsfähiger zu machen.
'Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein. Erstens: Die Verteidigungskräfte der Ukraine müssen über genügend Mittel verfügen, um die Bedrohungen abzufangen, die auf unsere Energieanlagen zielen. Und zweitens: Wir dürfen nicht nur reparieren und wiederherstellen. Denn nach jeder Reparatur ist die installierte Leistung geringer als zuvor. Wir müssen dieser Leistung ständig neue Energieanlagen hinzufügen.' — Hennadij Rjabzew
Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Die Überwindung der Energiekrise hängt unmittelbar von einer effektiveren Luftverteidigung und einem strategischen Kapazitätsaufbau ab. Nur diese Kombination kann die Stabilität des Netzes unter den gegenwärtigen extremen Bedingungen gewährleisten. Langfristig sind eine gestärkte Abwehrfähigkeit und Investitionen in neue Energiequellen die Grundpfeiler für die Sicherheit der ukrainischen Energieversorgung.
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