Nächste Ziele Russlands? EU und NATO bereiten sich auf mögliche Angriffsszenarien vor.
EU in Sorge: Droht Russland weiteren NATO-Mitgliedern?
Nach Angaben von Novyny.live: In der Europäischen Union wächst die Besorgnis, dass Russland nach der Ukraine weitere Länder ins Visier nehmen könnte. Westliche Experten analysieren intensiv mögliche Angriffsszenarien, die die Verwundbarkeit insbesondere der baltischen Staaten aufzeigen. Der niederländische Verteidigungsminister Ruben Brekelmans warnte vor russischen Truppenansammlungen nahe der NATO-Grenzen und dem Aufbau strategischer Reserven, was bei den Bündnispartnern Alarm auslöse.
Militärische Planspiele zeigen beunruhigende Möglichkeiten auf
Bereits im Dezember 2025 wurden Szenarien für einen möglichen russischen Einmarsch in Litauen durchgespielt. Demnach könnte Russland im Herbst 2026 die Stadt Marijampolė einnehmen. Die litauische Armee umfasst derzeit 17.000 Soldaten in Friedenszeiten, ließe sich aber auf 58.000 Mann mobilisieren. Russland hingegen hätte die Kapazität, bis zu 200.000 Soldaten an eine neue Front zu verlegen – ein erhebliches Risiko für die Nachbarländer.
Als potenzielle Ziele einer russischen Aggression gelten unter Experten:
- Litauen
- Lettland
- Estland
- Schwedische, finnische und dänische Inseln
- Nordnorwegen
- Teile Polens
Zudem könnte mit dem Rotterdamer Hafen in den Niederlanden eine kritische Infrastruktur ins Fadenkreuz geraten. Brekelmans betonte, Russland sei in der Lage, innerhalb eines Jahres große Truppenkontingente zu verlegen, was die Lage weiter zuspitze.
„Abschreckung hängt nicht nur von militärischen Fähigkeiten ab, sondern auch davon, was der Gegner über unseren Verteidigungswillen denkt.“ — Franz-Stefan Gady
Laut Gady zeigten Militärsimulationen deutlich, dass Deutschland im Ernstfall zögern würde – was einem Angreifer bereits einen Vorteil verschaffen könnte. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Dringlichkeit, die Verteidigungsfähigkeiten der NATO angesichts der wachsenden Bedrohung aus Russland zu stärken. Die historische Erfahrung mit hybriden Kriegsführungsmethoden macht eine klare und entschlossene Haltung des Bündnisses umso wichtiger.
Die zunehmende militärische Präsenz Russlands nahe der NATO-Ostflanke macht eine Stärkung der kollektiven Verteidigung unumgänglich. Teilnehmer von Übungen und Sicherheitsexperten fordern nicht nur militärische Maßnahmen, sondern auch umfassende strategische Planung, um möglicher Aggression vorzubeugen. Ein entschlossenes und koordiniertes Vorgehen der Alliierten bleibt der Schlüssel, um weitere Eskalationen in der Region zu verhindern.
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