EU schränkt Ungarns Zugang zu Geheimdokumenten ein – Spionageverdacht Richtung Moskau.
Ungarn von vertraulichen EU-Beratungen ausgeschlossen
Nach Angaben von UATV: Die Europäische Union hat beschlossen, Ungarn den Zugang zu sensiblen Gesprächen zu verwehren. Grund dafür sind konkrete Hinweise auf ein mögliches Datenleck – Geheiminformationen könnten ihren Weg in den Kreml finden. Auslöser war eine Warnung von Gabrielius Landsbergis, der vor einer Weitergabe von Informationen durch ungarische Vertreter an Russland warnte.
Budapester Delegation 2023 von Nato-Gipfel-Vorbereitungen ausgeschlossen
Bereits im Vorfeld des Nato-Gipfels in Vilnius 2023 wurde die ungarische Delegation von der Diskussion heikler Themen ausgeschlossen. Dies verstärkte in der EU die Sorge, dass Budapest nicht in der Lage sei, vertrauliche Informationen sicher zu verwahren.
Landsbergis betonte damals: „Die ungarische Seite könnte Informationen an Russland weiterleiten. Er und seine Kollegen müssten daher den Informationsaustausch einschränken.“
Die ungarische Regierung wies unterdessen Berichte zurück, wonach russische Geheimdienste ein inszeniertes Attentat auf Ministerpräsident Viktor Orbán vorbereitet hätten. Die US-amerikanische Zeitung The Washington Post hatte zuvor über einen entsprechenden Plan des russischen Geheimdienstes berichtet. Budapest bezeichnete diese Darstellung als „Propaganda“.
Der Fall zeigt, wie tief das Misstrauen zwischen Brüssel und Budapest mittlerweile ist. Die EU-Staaten sehen in Ungarns Nähe zu Russland ein wachsendes Sicherheitsrisiko. Die Beschränkung des Zugangs zu vertraulichen Informationen ist ein klares Signal: Die Sorge vor russischer Einflussnahme und Spionage hat in der EU neue Dimensionen erreicht. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob Ungarn bereit ist, die europäischen Sicherheits- und Vertraulichkeitsstandards einzuhalten – oder ob die Spannungen die politischen Beziehungen in der Region weiter belasten werden.
Lesen Sie auch
- Putin räumt ein: Mit Trump wurden keine Abkommen zur Ukraine geschlossen
- Neues S-400-System nur zehn Kilometer vom Kreml entfernt in Betrieb genommen
- Waffenruhe zwischen USA und Iran vereinbart: Gespräche in Katar zur Lösung der Straße von Hormus
- Bilezkyj erinnert am Verfassungstag an die oberste Pflicht der Ukrainer
- Der 28. Juni 1996: Wie die Ukraine ihre Verfassung verabschiedete und was sie veränderte
- Krim als russisches Versorgungsdrehkreuz ausgeschaltet: So stockt der Nachschub für die Besatzer

