200 Millionen Euro für Mini-Reaktoren: Europas neue Weichenstellung in der Atomkraft.
EU-Gipfel zur Atomenergie
Nach Angaben von UATV: Die Europäische Kommission setzt ein klares Zeichen für die Zukunft der Kernkraft. Auf dem Atomgipfel am 10. März in Paris kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Neuausrichtung der europäischen Nuklearpolitik an. Ein zentraler Baustein ist die Bereitstellung von 200 Millionen Euro für die Entwicklung kleiner modularer Reaktoren (SMR), um globale Innovationen in diesem Bereich voranzutreiben.
Von der Leyen machte deutlich, dass
„das Wettrennen um die Atomtechnologie in vollem Gange ist“und Europa über alle Voraussetzungen verfüge, eine Führungsrolle einzunehmen. Sie verwies auf den starken Rückgang des Atomstromanteils: Während 1990 noch ein Drittel des europäischen Stroms aus Kernkraft kam, liegt der Anteil heute nur noch bei etwa 15%. Diese Entwicklung unterstreicht den Handlungsbedarf.
Polens ehrgeizige Pläne
Unterstützung für diesen Kurs kommt aus Polen, das sein eigenes Atomprogramm massiv ausbaut. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk bekräftigte entschlossen:
„Polen wird bei der Entwicklung nuklearer Kapazitäten nicht tatenlos zusehen.“Der Gipfel markierte somit einen wichtigen Schritt, um über die Wiederbelebung der Atomenergie in Europa zu diskutieren.
Hinter diesen Initiativen steht das klare Ziel, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Energieversorgungssicherheit zu stärken. Eine modernisierte Nuklearpolitik kann dazu beitragen, die Stromversorgung zu stabilisieren und gleichzeitig die Treibhausgasemissionen in der Region zu senken. Die Atomkraft bleibt ein kontroverses, aber strategisch bedeutsames Thema für die EU.
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