EU startet am 3. Februar 2026 den Ausstieg aus russischem Gas: Der Fahrplan bis 2027.
Startschuss für den Gas-Ausstiegsmechanismus
Nach Angaben von UATV: Am 3. Februar 2026 setzt die Europäische Union offiziell ihren Plan zum Ausstieg aus russischem Erdgas in Kraft. Das Ziel ist es, bis zum Jahr 2027 die Energieunabhängigkeit von Russland zu erreichen. Dazu werden schrittweise Beschränkungen für Gaslieferungen aus Russland eingeführt, die die Energiesicherheit der EU-Mitgliedstaaten beeinflussen werden. Dieser Schritt markiert eine historische Wende in der europäischen Energiepolitik.
Stufenweise Beschränkungen für Gasimporte
Ab April und Juni 2026 tritt zunächst ein Verbot für kurzfristige Verträge über Flüssigerdgas (LNG) und Pipeline-Gas in Kraft. Ab Januar 2027 werden dann auch langfristige LNG-Lieferverträge untersagt. Die vollständige Abkehr von russischem Gas ist für Ende September 2027 geplant, wenn ein Importstopp für Pipeline-Gas in Kraft treten soll.
EU-Mitgliedstaaten können die Fristen für das Verbot bis Oktober 2027 verlängern, falls ihre Gasspeicher nicht ausreichend gefüllt sind. Das Ergebnis ist, dass im Jahr 2027 weder russisches LNG noch Pipeline-Gas mehr in die EU gelangen sollen. Der Beschluss wurde von allen EU-Ländern mitgetragen, mit Ausnahme von Ungarn, der Slowakei und Bulgarien.
Der geplante Ausstieg spiegelt die wachsende Besorgnis der EU über ihre Energiesicherheit und Abhängigkeit von Russland wider, insbesondere vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen. Diese Maßnahme dürfte die Mitgliedstaaten dazu anspornen, alternative Energiequellen zu erschließen und ihre CO2-Emissionen zu senken, was den europäischen Klimazielen entspricht. Die Umsetzung des Plans erfordert jedoch erhebliche Anstrengungen der Länder, um eine stabile Energieversorgung zu gewährleisten und die Speicher vor Inkrafttreten der Verbote ausreichend zu füllen.
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