EU beschließt finalen Gas-Ausstieg: Moskaus größter Energiemarkt fällt weg.

EU beschließt finalen Gas-Ausstieg: Moskaus größter Energiemarkt fällt weg
EU beschließt finalen Gas-Ausstieg: Moskaus größter Energiemarkt fällt weg

Ein neues EU-Gesetz beendet die Gasabhängigkeit

Nach Angaben von UATV: Die Europäische Union hat eine Verordnung verabschiedet, die den vollständigen und unwiderruflichen Ausstieg aus russischem Gas bis Ende 2027 vorschreibt. Damit verliert Moskau seinen wichtigsten Absatzmarkt. Diese Entscheidung ist Teil der EU-Bemühungen, die Abhängigkeit von russischen Energielieferungen zu verringern, die seit Kriegsbeginn in der Ukraine von 44% auf heute nur noch 12-18% gesunken ist.

Die neue Regelung sieht vor, dass die EU den Import von verflüssigtem Erdgas (LNG) ab dem 1. Januar 2027 und von Pipeline-Gas ab dem 1. September 2027 einstellen wird. Damit werden russische Lieferungen, die derzeit 62% aller von Russland exportierten Energieressourcen ausmachen, für den europäischen Markt nicht mehr verfügbar sein. Dieser Schritt markiert eine historische Wende in der europäischen Energiepolitik.

Vorbehalte einzelner Mitgliedstaaten

Trotz der klaren Linie der EU zeigen sich einige Länder skeptisch. Ungarn und die Slowakei lehnten den Ausstieg aus russischem Gas ab, Bulgarien enthielt sich bei der Abstimmung. Parallel dazu senkt die EU ab dem 1. Februar 2023 die Preisobergrenze für russisches Öl von 47,6 auf 44,1 Dollar pro Barrel, was ebenfalls darauf abzielt, die Einnahmen des Kreml aus dem Energieexport zu begrenzen.

Der Energieexperte Andrij Nowak betonte: 'Europa hat die Entscheidung für einen vollständigen Verzicht auf russisches Gas getroffen.'

Er unterstrich, dass solche Sanktionen den unwiderruflichen Charakter des Abkopplungsprozesses unterstreichen. Seiner Einschätzung nach wird 'die EU auch nach dem Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine nicht zum Kauf russischer Energieträger zurückkehren'.

Die EU-Entscheidung dürfte die russische Wirtschaft erheblich treffen, da sie einen ihrer größten Abnehmer verliert. Dies könnte die finanzielle Lage des Kreml unter den Bedingungen der anhaltenden internationalen Isolation weiter verschärfen. Der Gasausstieg zwingt die EU zudem, alternative Energiequellen zu erschließen und erneuerbare Energien auszubauen – ein wichtiger Schritt in Richtung energiepolitischer Unabhängigkeit und nachhaltiger Entwicklung in Europa.


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