Estland bekräftigt Solidarität mit der Ukraine: Flagge nach Protesten in Viljandi wieder gehisst.
Estland steht weiterhin an der Seite der Ukraine
Nach Angaben von UATV: Estlands Ministerpräsident Kaja Kallas bekräftigte die Unterstützung für die Ukraine und verwies darauf, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Land eine direkte Folge des russischen Angriffskrieges seien. Diese Stellungnahme erfolgte vor dem Hintergrund von Bürgerprotesten in Viljandi, wo die neu gewählte Stadtverwaltung eine ukrainische Flagge vom Rathaus entfernt hatte – und sie nach öffentlichem Druck wieder anbrachte.
In einem Interview mit dem estnischen Sender Radio4 am 27. Januar 2023 betonte Kaja Kallas, dass die ukrainische Flagge nicht nur ein Nationalsymbol sei, sondern für ganz Europa und die Welt zum Zeichen des Widerstands geworden ist.
„Die ukrainische Flagge ist heute in Europa und der Welt ein Symbol des Widerstands“ – Kaja Kallas.
Die Flagge war genau am Tag des Beginns der großangelegten russischen Invasion in der Ukraine vom Rathaus in Viljandi entfernt worden. Nach Protesten der Einwohner, die die Rückkehr des Solidaritätssymbols forderten, wurde sie wieder angebracht. Auch Estlands Außenminister Margus Tsahkna äußerte sich zur Lage und forderte, Russland für seinen Terror gegen die Ukraine zur Verantwortung zu ziehen. Er unterstrich, dass
„Putin seine Ziele nicht geändert hat, und seine Kampagne besteht nach wie vor aus Mord, Zerstörung und Terror“ – Margus Tsahkna.Solche klaren Worte aus Tallinn sind bedeutsam, da Estland die Bedrohung durch den östlichen Nachbarn aus eigener historischer Erfahrung besonders gut kennt.
Ein starkes Zeichen der Verbundenheit
Der Vorfall in Viljandi unterstreicht, wie wichtig auch symbolische Gesten der Unterstützung für die Ukraine sind, besonders angesichts der anhaltenden russischen Aggression. Die Rückkehr der Flagge an das Rathaus zeigt die aktive Haltung sowohl der estnischen Bevölkerung als auch der politischen Führung im Einsatz für die ukrainische Unabhängigkeit. Solche Handlungen stärken nicht nur die Moral der ukrainischen Bevölkerung, sondern demonstrieren auch die Geschlossenheit der europäischen Staaten im Widerstand gegen völkerrechtswidrige Angriffe.
Lesen Sie auch
- Krim als strategischer Dreh- und Angelpunkt: Ex-US-General Hodges betont ihre zentrale Rolle im Ukraine-Krieg
- Neue Verteidigungs- und Wirtschaftsbeschlüsse der G7 für die Ukraine: Das steckt dahinter
- Neuer Sonderstatus für Frontregionen angekündigt: Das ändert sich für sechs Millionen Ukrainer
- Fünf Gründe, warum die Ukraine nicht auf die USA setzt – laut UN-Diplomat Nahajlo
- EU-Parlamentspräsidentin fordert Überprüfung eines Abgeordneten wegen geheimer Russland-Kontakte
- EU-Sanktionen gegen Russland und Start von Verhandlungskapiteln: Selenskyj trifft sich mit Brüsseler Spitzen

