Drohnenangriffe in der Region Charkiw: Behörden raten Familien mit Kindern zur Flucht.

Drohnenangriffe in der Region Charkiw: Behörden raten Familien mit Kindern zur Flucht
Drohnenangriffe in der Region Charkiw: Behörden raten Familien mit Kindern zur Flucht

Kinder evakuieren in der Region Charkiw: Familien in Grenzorten wird empfohlen, ihre Wohnorte zu verlassen

Nach Angaben von Novyny.live: In der Gemeinde Derhatschi im Gebiet Charkiw fordern die lokalen Behörden Familien mit Kindern auf, die grenznahen Ortschaften zu räumen. Grund dafür ist die sich verschlechternde Sicherheitslage. In den vergangenen Tagen griffen russische FPV-Drohnen die Siedlungen Slatyne und Russka Losowa an, wobei eine Person schwer verletzt wurde.

Bis zum 1. Juli leben in den Orten Slatyne, Russka Losowa, Besruky und Leschtschenky mehr als 3.600 Menschen, darunter 304 Kinder. Die Verwaltung bereitet dort eine obligatorische Evakuierung vor. In Besruky halten sich 164 Kinder auf, in Slatyne 89, in Russka Losowa 45 und in Leschtschenky 6.

Wjatscheslaw Sadorenko betonte, dass der Aufenthalt in Slatyne und Russka Losowa aufgrund der ständigen Gefahr durch feindliche Drohnenangriffe extrem riskant sei. Dies stelle eine unmittelbare Bedrohung für das Leben und die Gesundheit der Zivilbevölkerung dar – insbesondere für Kinder.

Sicherheitslage und Handlungsempfehlungen

Am 30. Juni attackierten russische Truppen die Gemeinde mit bewaffneten FPV-Drohnen. Bei dem Angriff in Russka Losowa erlitt ein 61-jähriger Mann eine traumatische Amputation seines Beines. Zwischen 3:00 und 6:20 Uhr desselben Tages griffen die russischen Streitkräfte Slatyne mindestens viermal an. Oleksandr Kulik wies darauf hin, dass der Evakuierungsprozess viel Zeit in Anspruch nehme und man jetzt handeln müsse, um nicht zu spät zu reagieren.

Zudem bombardierten russische Angreifer am 29. Juni den Stadtteil Cholodnohirskyj in Charkiw, wobei 12 Menschen verletzt wurden. Angesichts dieser Vorfälle appellieren die Behörden an die Einwohner, wachsam zu sein und sich auf mögliche weitere Attacken vorzubereiten.

Die Ereignisse verdeutlichen die wachsende Gefahr für die Zivilbevölkerung in den Grenzregionen des Gebiets Charkiw, wo russische Angriffe immer häufiger und heftiger werden. Die Verwaltung ergreift Maßnahmen, um Kinder und Familien zu schützen, die in die Schusslinie geraten könnten, und fordert die Bevölkerung auf, Evakuierungsempfehlungen rasch zu befolgen. Die Lage in der Region bleibt angespannt, und das weitere Vorgehen der Militärs könnte die gesamte Sicherheitssituation beeinflussen.


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