Neue Steuerregeln für Selbstständige ab 2026: Diese Sätze und Pflichten kommen auf Unternehmer zu.
Steuerpflichten für Einzelunternehmer in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine sind Einzelunternehmer (FOP) gesetzlich verpflichtet, verschiedene Steuern zu zahlen. Dazu gehören die Einkommensteuer (PdfO), der Militärzuschlag sowie der einheitliche Sozialbeitrag (ESV). Ab dem Jahr 2026 gelten für FOP, die dem allgemeinen Steuersystem unterliegen, folgende Sätze: 18 % für die Einkommensteuer, 5 % für den Militärzuschlag und 22 % für den Sozialbeitrag.
Einzelunternehmer in der allgemeinen Besteuerung müssen mehrere Abgaben entrichten:
- Einkommensteuer (PdfO)
- Militärzuschlag
- Einheitlicher Sozialbeitrag (ESV)
- Mehrwertsteuer
- Verbrauchsteuer
Im Jahr 2026 beträgt der PdfO-Satz 18 %, der Militärzuschlag liegt bei 5 %. Der ESV wird mit 22 % des Nettoeinkommens berechnet. Insgesamt ergibt sich für den Berichtszeitraum eine obligatorische Abgabenlast von 23 % auf den Gewinn.
Beim ESV ist zu beachten, dass die Mindestbeitragshöhe nicht unter 22 % des Mindestlohns vom 1. Januar des Kalenderjahres fallen darf. Dieser Mindestlohn liegt 2026 bei 8.637 Griwna. Somit beträgt der monatliche Mindest-ESV 1.902,34 Griwna, der quartalsweise Mindestbeitrag liegt bei 5.707,02 Griwna.
Darüber hinaus ist die maximale Bemessungsgrundlage für den ESV auf das 20-fache des monatlichen Mindestlohns begrenzt – das entspricht 172.940 Griwna im Jahr 2026. Der Höchstbetrag des ESV darf monatlich 38.046,80 Griwna nicht überschreiten.
Einzelunternehmer müssen diese Steuersätze und Obergrenzen daher sorgfältig in ihre Finanzplanung einbeziehen, um gesetzeskonform zu handeln und mögliche Strafen zu vermeiden.
Auswirkungen auf die Finanzplanung
Die Steuerrechtsänderungen, die 2026 in Kraft treten, werden die finanzielle Planung vieler ukrainischer Einzelunternehmer spürbar beeinflussen. Die neuen Abgabensätze und ESV-Grenzen erfordern eine genauere Buchführung und termingerechte Steuerzahlungen, um Sanktionen zu umgehen. Dies könnte auch Geschäftsmodelle und Wachstumsstrategien von FOP im Land verändern.
Lesen Sie auch
- Frist bis 30. Juni: So nutzen Sie die 1.000 Griwna „Winterhilfe“ noch für Ihre Gasrechnung
- Russlands Benzinproduktion bricht um ein Viertel ein – die Treibstoffkrise verschärft sich
- Bedingungen und Fristen für Ukrainer, um aus der zentralen Heizversorgung auszusteigen
- Ab Juli 2026: Neue Kraftstoffpflicht in der Ukraine – das müssen Autofahrer wissen
- Kreml räumt Treibstoffkrise ein: Lange Schlangen an Tankstellen und verschwundene Benzinsorten
- Strompreise für Unternehmen steigen um 22 Prozent: Das bedeutet das für die Regale im Supermarkt

