Frankreich verbannt US-Videodienste aus Behörden: Das ist der nationale Ersatz.

Frankreich verbannt US-Videodienste aus Behörden: Das ist der nationale Ersatz
Frankreich verbannt US-Videodienste aus Behörden: Das ist der nationale Ersatz

Verbot für amerikanische Videokonferenz-Tools in Planung

Nach Angaben von TSN.ua: Die französische Regierung will den Einsatz von US-amerikanischen Videokonferenzdiensten in staatlichen Einrichtungen untersagen. Anstelle von populären Anbietern wie Google Meet, Zoom und Microsoft Teams soll künftig die inländische Plattform Visio zum Einsatz kommen. Die entsprechende Anordnung wird in den kommenden Tagen veröffentlicht. Diese Maßnahme ist Teil einer breiteren Digitalstrategie, die auf technologische Souveränität abzielt.

Die Lösung Visio wurde von der staatlichen Agentur Dinum entwickelt und läuft auf der Infrastruktur des französischen Unternehmens Outscale. Derzeit nutzen etwa 40 000 Beschäftigte das System; die Zahl soll jedoch auf 250 000 erhöht werden. Bereits zuvor hatte die Verwaltung Beamte angewiesen, auf Messenger wie WhatsApp und Telegram zu verzichten und stattdessen den staatlichen Dienst Tchap zu nutzen.

Der Weg zur digitalen Unabhängigkeit

Bis zum Jahr 2027 plant Frankreich die vollständige Umstellung auf eigene Videokonferenzsysteme. Dieser Schritt unterstreicht das strategische Bestreben nach mehr Unabhängigkeit im Bereich der digitalen Kommunikation und die bewusste Förderung nationaler Technologieentwicklung.

Das Verbot ausländischer Dienste in Behörden spiegelt den Wunsch wider, die Abhängigkeit von externen Technologien zu verringern und die Datensicherheit zu erhöhen. Die Umstellung auf eigene Plattformen könnte zudem ein Impuls für einheimische IT-Firmen sein und so langfristig das Wirtschaftswachstum stärken.


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