Ex-Minister Galuschtschenko weist Vorwürfe zurück – NABU ermittelt zu Millionen-Fonds.

Ex-Minister Galuschtschenko weist Vorwürfe zurück – NABU ermittelt zu Millionen-Fonds
Ex-Minister Galuschtschenko weist Vorwürfe zurück – NABU ermittelt zu Millionen-Fonds

Familienbeteiligung an Offshore-Fonds bestritten

Nach Angaben von Novyny.live: Der ehemalige ukrainische Minister für Energie und Justiz, German Galuschtschenko, hat Berichte zurückgewiesen, wonach seine Familie in einen Fonds auf Anguilla investiert habe. Das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) ermittelt jedoch in einem Geldwäscheverfahren, das mit Korruption im Energiesektor in Verbindung steht. Der Fall zeigt die anhaltenden Herausforderungen bei der Aufarbeitung von Machtmissbrauch in der Ukraine.

Am 17. Februar erklärte Galuschtschenko gegenüber Journalisten, der Fonds existiere zwar, doch der Investor sei eine andere, nicht mit ihm verwandte Person. Den NABU-Ermittlungen zufolge investierte eine kriminelle Organisation, der auch Galuschtschenko angehört haben soll, in den Fonds, um illegal erworbene Gelder zu legalisieren. Über 7,4 Millionen US-Dollar seien auf die Konten des Fonds geflossen, darunter mehr als 1,3 Millionen Schweizer Franken und 2,4 Millionen Euro, die an die Familie Galuschtschenko weitergeleitet worden sein sollen. Ein Teil dieser Mittel wurde laut Angaben für die Ausbildung der Kinder verwendet.

Festnahme und Gerichtsverfahren

Galuschtschenko wurde in der Nacht zum 15. Februar bei einem Grenzübertrittsversuch festgenommen. Ihm wurde im sogenannten 'Midas'-Verfahren der Verdacht zur Last gelegt. Die Gerichtsverhandlung gegen ihn begann am 17. Februar und setzt die Untersuchungen zu seinen Aktivitäten und Finanztransaktionen fort.

Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung des Kampfes gegen Korruption in der Ukraine, insbesondere im Energiesektor, wo zahlreiche Missbräuche dokumentiert wurden. Die Ermittlungen des NABU und die Gerichtsprozesse könnten wichtige Schritte zur Wiederherstellung des öffentlichen Vertrauens in staatliche Institutionen und zur Gewährleistung der Verantwortlichkeit von Amtsträgern sein. Die Situation um Galuschtschenko könnte auch die weiteren Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden in ähnlichen Fällen betreffend hochrangige Beamte und ihre Familien beeinflussen.

Lesen Sie auch

Werbung