Haftbefehl in Abwesenheit: Ukrainische Sicherheitsbehörde stellt russischen General wegen Kramatorsk-Angriffs vor Gericht.

Haftbefehl in Abwesenheit: Ukrainische Sicherheitsbehörde stellt russischen General wegen Kramatorsk-Angriffs vor Gericht
Haftbefehl in Abwesenheit: Ukrainische Sicherheitsbehörde stellt russischen General wegen Kramatorsk-Angriffs vor Gericht

Anklage gegen russischen Befehlshaber

Nach Angaben von Novyny.live: Die Sicherheitsbehörde der Ukraine (SBU) hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl in Abwesenheit gegen den russischen Generalobersten Sergej Kusowljow erlassen. Ihm wird vorgeworfen, einen Raketenangriff auf die Stadt Kramatorsk im Juni 2023 befohlen zu haben. Bei diesem Angriff kamen 13 Zivilisten ums Leben, 56 weitere Menschen wurden unterschiedlich schwer verletzt. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Angriffen auf zivile Infrastruktur ein.

Einzelheiten des Raketenbeschusses

Der Beschuss von Kramatorsk erfolgte durch zwei Marschflugkörper vom Typ 'Iskander-K', die vom Gebiet Rostow in der Russischen Föderation aus gestartet wurden. Die Attacke verursachte erhebliche Schäden:

  • Über 120 Privathäuser wurden zerstört oder beschädigt,
  • vier Bildungseinrichtungen wurden in Mitleidenschaft gezogen,
  • mehr als zehn Fahrzeuge wurden vernichtet.

Sergej Kusowljow bekleidete zum Zeitpunkt des Angriffs den Posten des Kommandeurs des Südlichen Militärbezirks der russischen Streitkräfte.

Die Anklage gegen Kusowljow lautet auf Verstoß gegen die Gesetze und Gebräuche des Krieges in Verbindung mit vorsätzlichem Totschlag, gemäß Artikel 438, Teil 2 des Strafgesetzbuches der Ukraine. Bereits zuvor war in diesem Zusammenhang ein angeworbener Einheimischer zu lebenslanger Haft mit Einziehung seines Vermögens verurteilt worden. Darüber hinaus wurde im Kontext dieser Ereignisse ein Ermittlungsverfahren gegen Waleri Gerassimow, den Chef des Generalstabs der russischen Streitkräfte, eingeleitet.

Dieser Schritt ist Teil der umfassenderen Strategie Kiews, die Verantwortlichen für Kriegsverbrechen während des Konflikts zur Rechenschaft zu ziehen. Die offizielle Verdächtigung von Sergej Kusowljow könnte weitreichende Folgen für die russische Militärführung haben und unterstreicht das Engagement der Ukraine, ihre Bürger zu schützen und Gerechtigkeit walten zu lassen. Beobachter weisen zudem darauf hin, dass die fortgesetzten Strafverfahren gegen hochrangige russische Offizielle die internationale Wahrnehmung des Konflikts und die Bemühungen der Ukraine um die Unterstützung ihrer internationalen Partner im Kampf gegen die Aggression beeinflussen könnten.


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