Glovo-Skandal: Kunden zahlen unfreiwillig horrende Trinkgelder.
Glovo-Kunden in der Ukraine klagen massenhaft über Abbuchungen
Nach Angaben von Novyny.live: Seit dem 11. Februar melden Nutzer der Glovo-App in der Ukraine massive Probleme: Das System bucht automatisch und ohne Vorankündigung hohe Trinkgeldbeträge ab. In Einzelfällen wurden so über 10.000 Hrywnja von den Konten der Kunden einbehalten – Beträge, die vor der finalen Zahlungsbestätigung nicht im Warenkorb ausgewiesen waren.
Die Reaktion des Unternehmens lässt nach Ansicht der Betroffenen zu wünschen übrig. Der technische Support reagiert oft gar nicht oder bietet nur Teilrückerstattungen an. Diese Praxis hat zu großer Verärgerung geführt, da die Kunden eine vollständige Lösung des Problems fordern.
Glovo bucht 5.000 Hrywnja als Trinkgeld ab (die nicht auf der Rechnung standen). Der Support: Erstattet tausend und sagt, mehr sei nicht möglich.
Glovo hat inzwischen zugesagt, alle betroffenen Summen innerhalb von 14 Kalendertagen zurückzuerstatten. Allerdings verweigern viele Banken eine Stornierung der bereits getätigten Transaktionen, was die Lage für die Geschädigten zusätzlich erschwert. In den sozialen Netzwerken kursieren bereits ironische Memes über die vermeintlich reich beschenkten Glovo-Kuriere – doch für die Betroffenen ist die Situation alles andere als lustig.
Ein Vertrauensbruch mit System
Der Vorfall wirft grundlegende Fragen zur Transparenz und Sicherheit von Zahlungsvorgängen in Liefer-Apps auf. Die automatische und undurchsichtige Abbuchung von Trinkgeldern untergräbt das notwendige Vertrauensverhältnis zwischen Dienstleister und Kunden. Solche Vorfälle können langfristig erheblichen Imageschaden verursachen und Kunden vergraulen.
Der Fall zeigt eindrücklich, wie wichtig eine klare Kommunikation und eine lückenlose Kontrolle aller finanziellen Transaktionen durch den Nutzer ist – besonders bei Services, die direkt mit dem Bankkonto verbunden sind.
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