Letzte Stationen umbenannt: Wie die Metro in Charkiw die Sowjetvergangenheit abstreift und seit wann die Fahrt kostenlos ist.
Neue Namen für alte U-Bahnhöfe in Charkiw
Nach Angaben von Novyny.live: Im Rahmen der Dekommunisierung hat die Stadt Charkiw gleich mehrere U-Bahn-Stationen umbenannt. Zudem ist die Nutzung der Metro seit dem 24. Mai 2022 kostenfrei. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie zur Modernisierung der städtischen Infrastruktur und zur Beseitigung sowjetischer Symbole.
Der erste Schritt erfolgte bereits Ende 2015, als die Station 'Radjanska' in 'Maidan Konstytuzii' umbenannt wurde. Am 18. Mai 2016 folgten fünf weitere Umbenennungen:
- 'Marschala Schukowa' wurde zu 'Palaz Sportu'
- 'Ploschtscha Powstannja' wurde zu 'Zakhysnykiw Ukrajiny'
- 'Proletarska' wurde zu 'Industrialna'
- 'Radjanskoji Armiji' wurde zu 'Armijska'
- 'Metrobudivnykiw imeni Waschenko' wurde zu 'Metrobudivnykiw'
Am 12. August 2020 erhielt die Station 'Moskowskyj Prospekt' den neuen Namen 'Turboatom'. Weitere Änderungen folgten am 29. April 2024: Aus 'Puschkinska' wurde 'Jaroslawa Mudroho' und aus 'Piwdennyj Woksal' wurde 'Woksalna'. Am 27. Juli 2024 wurden folgende Stationen umbenannt:
- 'Prospekt Gagarina' in 'Lewada'
- 'Herojiw Prazi' in 'Saltiwska'
- 'Zawod imeni Malyschewa' in 'Zawodska'
Sämtliche Umbenennungen sind Teil des anhaltenden Dekommunisierungsprozesses in der Ukraine. Sie zeigen das Bestreben der lokalen Behörden, die städtische Infrastruktur an die heutige Zeit anzupassen. Gleichzeitig macht der kostenlose Nahverkehr in der Metro von Charkiw, der seit dem 24. Mai 2022 gilt, das Angebot für Einwohner und Besucher deutlich attraktiver.
Auswirkungen der Neuerungen auf die Gesellschaft
Die neuen Stationsnamen in Charkiw sind ein klares Zeichen für den fortlaufenden Prozess der Dekommunisierung in der Ukraine. Ziel ist es, sowjetische Symbole zu entfernen und Platz für moderne Werte zu schaffen. Die Einführung der kostenlosen Fahrt in der U-Bahn dient darüber hinaus der sozialen Unterstützung der Bevölkerung, besonders angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes. Beide Maßnahmen lassen sich als Teil einer größeren Anstrengung verstehen, die Infrastruktur zu verbessern und die Lebensqualität der Stadtbewohner zu steigern.
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