Trotz eigener Verwundung: Freiwillige in Cherson rettet weiter Leben.

Trotz eigener Verwundung: Freiwillige in Cherson rettet weiter Leben
Trotz eigener Verwundung: Freiwillige in Cherson rettet weiter Leben

Die Lage in Cherson

Nach Angaben von UATV: Die Stadt Cherson steht weiterhin unter Dauerbeschuss durch russische Besatzungstruppen. Mitten in dieser bedrohlichen Situation setzt Nurija Welijewa ihre Hilfsarbeit fort – obwohl sie selbst bei einem Angriff schwer verwundet wurde und ein Bein verlor. Ihr Schicksal steht beispielhaft für die ungebrochene Widerstandskraft der Zivilbevölkerung in diesem Kriegsgebiet.

Die Gefahr ist allgegenwärtig: Am 5. März tötete ein russischer Beschuss in Cherson einen 79-jährigen Mann. Nurija Welijewa wurde bereits am 28. Januar zur Opfer, als eine Granate in ihr Haus einschlug. Sie erinnert sich an den Schock des Moments:

'Ich habe es nicht einmal begriffen. Ich wurde zu Boden geschleudert. Schlug mit dem Kopf auf, blieb einfach liegen. Als ich mich aufrichten wollte, ging es nicht. Und als ich dann das Bein sah, einfach abgerissen, da begann ich zu schreien, man solle einen Krankenwagen rufen, ich hätte kein Bein mehr.' Nurija Welijewa

Verwundungen und ihre Folgen

Die humanitäre Bilanz in der Region Cherson ist verheerend. Allein im Februar 2026 erlitten 171 Personen Minen- und Explosionsverletzungen, darunter 14 Kinder. 13 Menschen starben bei diesen tragischen Vorfällen. Hinzu kommen 65 Verletzte durch Angriffe russischer Drohnen, wobei vier dieser Attacken tödlich endeten. Diese Zahlen verdeutlichen das immense Risiko, dem die Zivilbevölkerung täglich ausgesetzt ist.

Dennoch verliert Nurija Welijewa nicht den Mut. Sie sagt:

'Ich habe diese Verwundung erlitten. Ich weiß natürlich nicht, wofür das meine Strafe ist, aber ich verstehe, dass Kriegszeit ist... Davor ist ja niemand gefeit, oder? Also, ich gebe nicht auf.' Nurija Welijewa

Die aktive Frau muss sich erst an die neue Situation gewöhnen: 'Ich war immer in Bewegung, bin es nicht gewohnt, stillzuliegen. Selbst für mich ist es jetzt schwer, an einem Ort zu bleiben.'

Ihre Motivation schöpft sie aus den Beispielen anderer. 'Ich sehe Videos, wie Leute mit einer Prothese aufs Laufband steigen, unsere Paralympioniken. Na ja, die Menschen leben doch weiter, also werde ich auch leben', erklärt sie und blickt bereits auf ihre eigene Rehabilitation voraus.

Die Situation in Cherson bleibt extrem schwierig. Doch der Mut und die Entschlossenheit von Menschen wie Nurija Welijewa zeugen von einem unzerstörbaren Lebenswillen. Ihre Geschichte ist mehr als ein Einzelschicksal; sie symbolisiert den Kampf um Normalität inmitten der Zerstörung.

Cherson durchlebt eine schwere Zeit, geprägt von ständigen Angriffen und zivilen Opfern. Solche Berichte unterstreichen nicht nur das Ausmaß der humanitären Krise, sondern auch den dringenden Bedarf an Unterstützung für die Betroffenen. Die Geschichte von Nurija Welijewa zeigt die enorme Kraft des menschlichen Geistes im Überlebenskampf. Sie erinnert die Gesellschaft daran, wie wichtig kontinuierliche Hilfe für die Rehabilitation und Integration Kriegsversehrter ist.


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