Kroatien bietet Ungarn und der Slowakei eine Alternative zur „Druschba“-Pipeline an.
Kroatien sichert Ungarn und der Slowakei Ölversorgung zu
Nach Angaben von UATV: Kroatien hat angekündigt, Ungarn und die Slowakei über seine eigene Ölpipeline mit Rohöl versorgen zu können – als Ersatz für die russische „Druschba“-Leitung. Dies gab der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenković am 19. März bekannt. Er betonte, dass sein Land in der Lage sei, die Energieversorgung beider Staaten zu gewährleisten, selbst wenn die „Druschba“-Pipeline ausfällt.
Ein 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine blieb unterdessen weiterhin blockiert. Die EU-Spitzen versuchten vergeblich, Ungarns Regierungschef Viktor Orbán von der Notwendigkeit zu überzeugen, die Ukraine zu unterstützen und die Energieversorgung in der Region zu sichern. Dies zeigt, wie eng energiepolitische und geopolitische Fragen in Osteuropa miteinander verwoben sind.
Neuausrichtung der Energierouten
Das Angebot aus Zagreb könnte auf eine grundlegende Neuordnung der Energieströme in Mittel- und Osteuropa hindeuten. Eine solche Entwicklung würde die Abhängigkeit von russischen Energieträgern weiter verringern. Vor dem Hintergrund globaler energiepolitischer Umbrüche und geopolitischer Spannungen könnten derartige Schritte entscheidend zur Stabilisierung der Region und zur Stärkung der Energieunabhängigkeit der EU-Mitgliedstaaten beitragen.
Lesen Sie auch
- Rücktritt von Verteidigungsminister Fedorow: Proteste in Kiew und Reaktion aus der EU
- Neue Initiative: Deutsche Minister wollen Ukraine-Hilfen von der Schuldenbremse ausnehmen
- Ukrainische Streitkräfte attackieren russische Treibstofflager und Tankschiffe – ein Überblick
- Verfassungstreue oder Personalwechsel: Welche Richtung schlägt die Ukraine ein?
- Nach massivem Raketenangriff auf Kiew: Minister fordert sofortiges Handeln gegen Russland
- Nach massivem Angriff auf Kiew: Außenminister Sybiha fordert mehr Druck auf Russland

