Libanon verbietet Hisbollah-Militäraktivitäten nach Eskalation mit Israel.

Libanon verbietet Hisbollah-Militäraktivitäten nach Eskalation mit Israel
Libanon verbietet Hisbollah-Militäraktivitäten nach Eskalation mit Israel

Offener Kriegszustand an der Nordgrenze Israels

Nach Angaben von UATV: Seit dem 2. März 2023 befinden sich Israel und die Hisbollah in einem sich zuspitzenden Schlagabtausch. Die bewaffneten Auseinandersetzungen umfassen Raketenangriffe und den Einsatz von Drohnen. Auslöser war ein Angriff der Hisbollah auf eine israelische Militärbasis, worauf die israelischen Streitkräfte (ZAHAL) mit Gegenangriffen auf Stellungen der Miliz im Libanon reagierten. Die Gefechte forderten bereits schwere Verluste, darunter etwa 40 hochrangige iranische Offiziere. Israel mobilisierte zudem rund hunderttausend Reservisten, was die Ernsthaftigkeit der Lage unterstreicht.

Libanesische Regierung greift durch

Als direkte Reaktion auf die Eskalation verkündete der libanesische Ministerpräsident Nadschib Mikati noch am selben Tag ein Verbot aller militärischen Aktivitäten der Hisbollah. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Kontrolle über das eigene Staatsgebiet zurückzugewinnen. Die Dimension der Kämpfe zeigt sich auch in der hohen Zahl von über tausend Angriffen auf iranische Militärobjekte. US-Präsident Joe Biden äußerte sich zur Lage und deutete an, dass eine mögliche Operation gegen den Iran vier bis fünf Wochen dauern könnte.

Die internationale Gemeinschaft reagiert besorgt. Berlin, Paris und London kündigten mögliche Gegenschläge auf iranische Attacken an. Bereits am 1. März 2023 hatte die US-Regierung jedoch auch ein diplomatisches Angebot an den Iran zur Wiederaufnahme des Dialogs unterbreitet, was einen Hoffnungsschimmer darstellt. Der Konflikt ist ein weiterer Brennpunkt in einer ohnehin instabilen Region.

'Die Hisbollah hat das Feuer eröffnet. Dafür werden sie einen hohen Preis zahlen.' Efi Defrin, Sprecher der israelischen Armee

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump forderte die Revolutionsgarden auf, die Waffen niederzulegen, andernfalls drohe ihnen der Tod. Keir Starmer, der Führer der britischen Opposition, betonte hingegen das Prinzip der kollektiven Selbstverteidigung mit langjährigen Verbündeten zum Schutz britischer Bürger.

Die anhaltenden Kämpfe vertiefen die regionale Spannung und könnten die Sicherheitsarchitektur des Nahen Ostens nachhaltig verändern. Das Engagement internationaler Akteure wie der USA und europäischer Staaten macht deutlich, dass die Eskalation globale geopolitische Auswirkungen hat. Die weitere Entwicklung und mögliche diplomatische Initiativen werden entscheidend sein, um eine weitere Ausweitung des Konflikts zu verhindern.


Lesen Sie auch

Werbung