EU-Außenbeauftragte Kallas legt Strategie zur Stärkung der europäischen Verteidigung vor – ohne eine gemeinsame Armee.
Europas Verteidigung soll gestärkt werden
Nach Angaben von UATV: Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat einen Plan zur Verbesserung der europäischen Verteidigungsfähigkeiten vorgestellt. Dabei betonte sie, dass dies nicht zu einer Doppelung von Nato-Strukturen führen dürfe. Stattdessen setzt sie auf höhere Verteidigungsausgaben und gemeinsame Rüstungsbeschaffungen. Eine einheitliche europäische Armee lehnt Kallas ab. Ihrer Ansicht nach könne nicht jedes EU-Mitglied eine zweite Armee aufstellen, die einem europäischen Kommando untersteht. Der Fokus liege vielmehr auf einer engeren Koordination und Zusammenarbeit.
Ukraine und EU vertiefen Verteidigungskooperation
Kallas unterstrich die Notwendigkeit, die Verteidigungsfähigkeiten auszubauen und mehr zu investieren.
„Wir müssen unsere Verteidigungsfähigkeiten stärken und mehr in die Verteidigung investieren, aber es ist auch wichtig, gemeinsam zu handeln, da die Bedrohungen regionaler Natur sind und daher auch die Antwort regional sein muss“, erklärte Kallas.
Vor diesem Hintergrund traf der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit dem dänischen Verteidigungsminister Jeppe Bruus zusammen, der erstmals seit seiner Ernennung Kiew besuchte. Im Mittelpunkt der Gespräche stand eine bedeutende Vereinbarung mit dem Namen „Drone Deal“. Dies zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und den EU-Staaten im Verteidigungsbereich weiter intensiviert wird.
Die Aussagen von Kaja Kallas verdeutlichen, wie wichtig regionale Sicherheit angesichts moderner Bedrohungen ist – insbesondere vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine. Die zwischen Selenskyj und Bruus erörterte Verteidigungskooperation zwischen der Ukraine und der EU könnte ein entscheidender Baustein sein, um nicht nur die Ukraine, sondern ganz Europa wehrhafter zu machen. Gemeinsame Initiativen und verbesserte Verteidigungsfähigkeiten könnten die Stabilität in der Region nachhaltig fördern.
Lesen Sie auch
- Ukraine plant Vergeltung: Selenskyj legt mit Militärspitze Reaktion auf russische Angriffe fest
- Neue EU-Sanktionen gegen Russland: Das steckt im 21. Maßnahmenpaket
- Tödlicher Angriff auf Kiew und Slowjansk: 11 Tote, Dutzende Verletzte
- Ukrainische Streitkräfte attackieren „Awitek“-Werk in Kirow: Diese Rüstungsgüter wurden dort hergestellt
- Wendepunkt im US-Verhältnis: Selenskyj spricht über Begegnung mit Trump im Vatikan
- Moskau bedroht Getreideexport: Kiew ruft UN-Sicherheitsrat an

