EU-Produktion von Luftabwehrsystemen an Kapazitätsgrenze – Kallas warnt vor Folgen.
EU-Außenminister tauschen sich online aus
Nach Angaben von UATV: Bei einem informellen Online-Treffen der EU-Außenminister am 5. März 2023 äußerte die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, deutliche Besorgnis. Die Produktionskapazitäten für Luftabwehrsysteme in Europa seien begrenzt, was vor dem Hintergrund des Krieges im Nahen Osten ein drängendes Problem darstelle. Dort wie auch andernorts seien moderne Technologien zum Schutz vor Luftangriffen dringend erforderlich.
Kallas betonte, dass der Bedarf an Luftabwehr nicht nur in der Ukraine bestehe, die bereits eigene Produktionskapazitäten aufgebaut hat. Auch die Länder des Nahen Ostens benötigten dringend Abfangdrohnen. Sie führte aus:
„Alle brauchen Luftabwehr. Die Ukraine braucht sie. Die Länder des Nahen Ostens brauchen Abfangdrohnen. Der Bedarf besteht in beiden Kriegsgebieten. Daher gibt es ein echtes Problem mit der Produktion.“Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die europäischen Anstrengungen zur Entwicklung unbemannter Flugsysteme deutlich zu beschleunigen.
Engpässe in der Produktion von Schutzsystemen
Kallas zeigte sich zudem beunruhigt über die begrenzten Produktionsmöglichkeiten, die sich auf verschiedene Konflikte auswirken könnten:
„Wir prüfen diese Frage. Aber ich mache mir Sorgen, dass die Kapazitäten begrenzt sind, und genau deshalb könnte dies verschiedene Kriege beeinflussen.“Diese Aussagen heben die Bedeutung verstärkter Zusammenarbeit und Investitionen in Verteidigungstechnologien angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen hervor.
Die Warnungen von Kaja Kallas machen deutlich, wie akut das Problem der Versorgung mit modernen Luftabwehrsystemen ist. In einer Zeit wachsender geopolitischer Spannungen, insbesondere in Regionen mit aktiven Konflikten wie dem Nahen Osten, muss die EU einen klaren Fokus auf den Ausbau der eigenen Verteidigungsinfrastruktur und -technologien legen. Dies ist auch für die strategischen Partnerschaften Europas mit Ländern von Bedeutung, die auf wirksame Schutzsysteme angewiesen sind.
- Ein Ausbau der Produktionskapazitäten in diesem Bereich könnte zu einem Schlüsselfaktor für Stabilität und Sicherheit werden.
- Moderne Schutztechnologien sind angesichts der zunehmenden Bedrohungslage unverzichtbar.
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