Kaja Kallas: Die EU bereitet ein neues Sanktionspaket gegen Russland wegen der Angriffe auf Kiew vor.
Nach Angaben von FREEДOM:
Die Position der EU gegenüber Russland
Am 29. August erklärte Kaja Kallas, die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außenpolitik, bei einer Veranstaltung in Kopenhagen, dass der Druck auf Russland verstärkt werden müsse, da Wladimir Putin friedliche Initiativen ignoriert. Dieses Thema wird während des informellen Treffens der Außenminister und Verteidigungsminister der EU, das am 29. und 30. August in der Hauptstadt Dänemarks stattfindet, im Vordergrund stehen.
Kommentare von Kallas
'Heute treffen sich die Verteidigungsminister, und morgen die Außenminister. Natürlich ist das Hauptthema für uns der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Gestern haben wir umfangreiche Angriffe auf Kiew gesehen. Auch die europäische Delegation (das Gebäude der Mission) wurde getroffen. Glücklicherweise wurde niemand physisch verletzt. Aber dennoch zeigen diese Angriffe, dass Putin sich über jede friedliche Initiative lustig macht. Deshalb müssen wir den Druck auf Russland erhöhen', bemerkte Kaja Kallas.
Sie betonte auch die Bereitschaft der EU, Sicherheitsgarantien für die Ukraine bereitzustellen. Ihren Angaben zufolge geht es um Ausbildungs- und Militärmisen sowie Unterstützung für die Verteidigungsindustrie der Ukraine. Derzeit werden Änderungen an den Mandaten der Missionen diskutiert, um sie an mögliche Friedensvereinbarungen anzupassen.
'Wenn wir über die Europäische Union sprechen, besteht unser Beitrag zu den Sicherheitsgarantien aus einer Ausbildungsmission, einer militärischen Mission sowie der Unterstützung der Verteidigungsindustrie der Ukraine. So können auch neutrale Länder an all diesen drei Elementen teilnehmen… Jedes Mitgliedsland entscheidet, was es tut und wie es zu den Sicherheitsgarantien beiträgt', erklärte Kallas.
Nationale Entscheidungen und neue Sanktionen
Kallas berichtete auch, dass die Entscheidung über die Entsendung von Truppen in die Ukraine auf nationaler Ebene getroffen wird. Einige Länder haben bereits die Absicht erklärt, ihre Truppen zu entsenden, während andere dazu noch nicht bereit sind.
'Es ist die Entscheidung jedes Mitgliedstaates. Wir haben bereits gehört, dass einige Mitgliedstaaten die Absicht bekundet haben, Truppen zu entsenden. Einige sind dazu noch nicht bereit. Aber diese Diskussionen laufen noch', ist Kallas überzeugt.
Darüber hinaus kündigte sie die Vorbereitung eines neuen, 19. Sanktionspakets gegen Russland an und erklärte, dass Maßnahmen im Energiebereich und im Finanzdienstleistungssektor erheblichen Schaden anrichten könnten.
'Wir arbeiten am nächsten Paket von Maßnahmen, und auf der Tagesordnung stehen mehrere Optionen. Natürlich werden sie am stärksten durch alle Sanktionen im Energiebereich und alle sekundären Sanktionen, die die Amerikaner eingeführt haben, betroffen sein. Aber auch in Bezug auf Finanzdienstleistungen, die ihnen tatsächlich den Zugang zu dem Kapital verwehren, das sie so dringend benötigen', bemerkte Kallas.
Abschließend teilte der ukrainische Verteidigungsminister Denis Schmyhal mit, dass die militärische Zusammenarbeit mit Schweden, Lettland und Dänemark gestärkt werde.
Diese Aussagen von Kallas zeigen, dass die Europäische Union weiterhin aktiv auf die Bedrohungen durch Russland reagiert und versucht, ihre Unterstützung für die Ukraine zu verstärken. Die Entscheidungen über neue Sanktionen und militärische Hilfe unterstreichen das Bestreben der EU, die Stabilität in der Region zu stärken. Konkrete Maßnahmen der nationalen Regierungen könnten ebenfalls erheblichen Einfluss auf die Situation in der Ukraine in naher Zukunft haben.
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