Nachkriegsplan: Kiewer Höhlenkloster will Veteranen Zuflucht bieten.
Ein Zuhause für die, die keines mehr haben
Nach Angaben von Novyny.live: Das Kiewer Höhlenkloster (Kyjiwo-Petscherska Lawra) will nach Kriegsende zu einem Zufluchtsort für Soldaten werden. Metropolit Awraamij betonte in einem Interview mit der Moderatorin Nastja Rein, dass viele Kriegsteilnehmer keine Heimat mehr hätten, in die sie zurückkehren könnten. Der Krieg habe zahllose Häuser und Familien zerstört, und das Kloster wolle für diese Menschen eine Oase der Unterstützung sein.
Die Lawra wird ihre Tore für Pilger und alle Heilung Suchenden öffnen. Metropolit Awraamij erklärte dazu:
'Ich bin überzeugt und weiß, dass es viele Soldaten gibt, die nach dem Krieg nirgendwohin zurückkehren können, weil der Krieg ihr Haus, ihre Familie zerstört hat. Ein Kloster ist eine Oase, die jeden erwartet, die immer Zuflucht gewährt.' Metropolit Awraamij
Wiederaufbau eines nationalen Symbols
Die Bedeutung dieses Vorhabens wird durch die jüngsten Schäden am Kloster unterstrichen: Im Januar wurden bei einem russischen Angriff auf Kiew Gebäude der Lawra beschädigt. Der Wiederaufbau und die Stärkung dieses historischen Ortes sind daher von doppelter Wichtigkeit – er soll nicht nur als Kulturerbe erhalten bleiben, sondern auch jenen eine Heimat bieten, die alles verloren haben. Das Kloster bereitet sich darauf vor, in der Nachkriegszeit zu einem Ort der Hoffnung zu werden.
Diese Initiative zeigt das wachsende Bewusstsein für die Bedürfnisse der vom Krieg gezeichneten Menschen und unterstreicht die zentrale Rolle sozialer Unterstützung beim Wiederaufbau des Landes. Religiöse Einrichtungen wie die Lawra können so eine tragende Säule für die Gemeinschaft werden und helfen, das soziale Gefüge in der Ukraine zu festigen. Ihr Engagement macht sie zu aktiven Teilnehmern an der Gestaltung der Zukunft nach dem Krieg.
Lesen Sie auch
- Oschadbank startet landesweites Schulungsprogramm zur Barrierefreiheit: So wird der Kundenservice in allen Regionen verbessert
- 2026: Zehnfache Einmalzahlung zur Rente – wer in der Ukraine profitiert
- Frist bis 31. Juli für Männer des Jahrgangs 2006: So läuft die Registrierung für den Wehrdienst
- 84 Kinder aus der Region Cherson aus Besatzung gerettet: So funktioniert die Initiative „Bring Kids Back UA“
- Müssen Kassenkräfte bei ATB für Diebstähle haften? Was das Arbeitsrecht dazu sagt
- Eigenständige Einleitung der ärztlichen Untersuchung für den Militärdienst in der Ukraine: Einmal erstellt, keine Rücknahme möglich

