So berechnet Kiew die Heizkosten bei Stromausfällen.
So funktioniert die neue Heizkostenabrechnung
Nach Angaben von TSN.ua: Der städtische Versorger Kyiwteploenerho hat ein neues Verfahren für die Heizkostenabrechnung während der Stromausfälle vorgestellt. Demnach zahlen Bewohner von Häusern mit Wärmezählern nur für die tatsächlich verbrauchte Wärme. In Gebäuden ohne Zähler basiert die Berechnung auf der thermischen Last. Bei Notabschaltungen werden für diese Häuser die Daten über die Unterbrechungen der Wärmeversorgung berücksichtigt.
Sonderregelung für Gebäude mit autarker Heizung
Für die etwa 50 Gebäude in der Hauptstadt, die über ein unabhängiges Heizsystem verfügen, stützt sich die Abrechnung auf Daten des örtlichen Stromnetzbetreibers. Die Situation bleibt angespannt: Bis zum 28. Januar waren in Kiew noch 639 Hochhäuser ohne Heizung. Bürgermeister Witali Klitschko betonte, dass die Stadtwerke und Energieversorger intensiv an der Wiederherstellung der Wärmeversorgung arbeiten, insbesondere im Stadtteil Trojeschtschyna, wo die Lage weiterhin kritisch ist.
Der Experte Jurij Koroltschuk wies darauf hin, dass KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung) die großen Heizkraftwerke nicht vollständig ersetzen können – ein Hinweis auf die komplexe Gesamtsituation der Wärmeversorgung in der Metropole. Kyiwteploenerho arbeitet weiter daran, die Versorgung trotz der schwierigen Wetter- und Energielage aufrechtzuerhalten.
Mit der neuen Regelung soll vor allem Gerechtigkeit für die Bürger geschaffen werden. In einer Phase, in der viele Haushalte zeitweise ohne Heizung auskommen müssen, ist es besonders wichtig, den tatsächlichen Verbrauch und die Umstände von Notabschaltungen fair zu berücksichtigen. Dies kann die finanzielle Belastung für die betroffenen Haushalte spürbar mindern.
Lesen Sie auch
- Kiew entfernt Bulgakow-Denkmal: Ein Schritt in der Dekolonisierung der Ukraine
- Mögliche Einschränkung von Zelten in Kiewer U-Bahn während Luftalarmen
- Tödlicher Angriff auf Kiew: Zahl der Toten steigt auf sieben, fast 100 Verletzte
- Schwerer russischer Angriff auf Kiew: 90 Verletzte und 6 Tote nach Raketen- und Drohnenbeschuss
- Schwere Angriffswelle auf Kiew am 2. Juni: 65 Verletzte und fünf Tote – Aufräumarbeiten laufen
- Schwerer Angriff auf Kiew: Vier Tote und 58 Verletzte, darunter zwei Kinder

