EU-weit bleibt die Zahl der Schutzsuchenden konstant – Ukrainer stellen fast die Hälfte.

EU-weit bleibt die Zahl der Schutzsuchenden konstant – Ukrainer stellen fast die Hälfte
EU-weit bleibt die Zahl der Schutzsuchenden konstant – Ukrainer stellen fast die Hälfte

Migrationslage in Europa 2025: Ein Überblick

Nach Angaben von Espreso.tv: Im Jahr 2025 hat sich die Zahl der Flüchtlinge und Asylbewerber in der Europäischen Union und Großbritannien stabilisiert. Das zeigt eine Untersuchung des Zentrums für Migrationsforschung und -analyse an der Rockwool Foundation in Berlin. Insgesamt sind 9,59 Millionen Menschen auf der Flucht oder im Asylverfahren. Ukrainer machen davon fast die Hälfte aus. Zwar gehen die Asylanträge insgesamt zurück, doch in einigen Ländern steigen die Zahlen weiter an.

Laut den Daten lag die Zahl der Asylanträge im Jahr 2023 bei 1,1 Millionen, im Jahr 2024 bei 1,01 Millionen und wird 2025 auf 770.000 sinken. In Deutschland und Italien ist die Zahl der Flüchtlinge gesunken – um 4,7 Prozent beziehungsweise 17,9 Prozent. Anders sieht es in Frankreich, Spanien und Großbritannien aus: Dort wurden mehr Asylanträge gestellt.

Veränderungen in der Zusammensetzung der Schutzsuchenden

Auch die Herkunft der Schutzsuchenden hat sich spürbar gewandelt. Nach dem Sturz des Assad-Regimes Ende 2024 gingen die Asylanträge von Syrern um mehr als 70 Prozent zurück. Im Gegenzug stiegen die Anträge von Venezolanern um 24 Prozent auf 91.000. Im März 2025 lag die Zahl der Ukrainer mit vorübergehendem Schutz in der EU bei über 4,3 Millionen.

Experten sehen das Ende einer Phase rasanter Zunahme: 'Die Zeit des schnellen Anstiegs der Flüchtlingszahlen in Europa scheint vorbei zu sein', so Tommaso Frattini.

Die EU hat zugesagt, den vorübergehenden Schutz für ukrainische Flüchtlinge über das Jahr 2027 hinaus zu verlängern. Diese Entwicklungen zeigen, dass sich die Dynamik der Migrationsprozesse in der Region verändert – und dass neue Ansätze für das Migrationsmanagement nötig sind.

Die Studie unterstreicht, wie wichtig eine Anpassung der Migrationspolitik an die sich wandelnde Situation ist. Besonders deutlich wird das am Anstieg der venezolanischen Flüchtlinge und am Rückgang der syrischen Asylanträge. Die Verlängerung des Schutzes für ukrainische Flüchtlinge zeigt das Engagement der EU, kriegsbetroffene Länder zu unterstützen – und macht gleichzeitig deutlich, dass neue Herausforderungen in der Migrationspolitik bewältigt werden müssen.


Lesen Sie auch

Werbung