Bevölkerung schrumpft weiter: In China sterben erneut mehr Menschen, als geboren werden.
Demografische Entwicklung in China
Nach Angaben von TSN.ua: Zum vierten Mal in Folge ist die Einwohnerzahl Chinas gesunken. Im Jahr 2025 überstieg die Zahl der Todesfälle erneut die der Geburten. Die Geburtenzahl fiel auf 7,92 Millionen Neugeborene – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr mit 9,54 Millionen. Gleichzeitig starben im Jahr 2025 11,31 Millionen Menschen. Diese Zahlen verdeutlichen eine anhaltend negative demografische Entwicklung, die das bevölkerungsreichste Land der Welt vor enorme Herausforderungen stellt.
Die Geburtenrate sank auf 5,63 Geburten pro 1000 Einwohner. Der Analyst Wu Fang warnte:
„China steht vor einem äußerst ernsten Problem, das durch eine extrem niedrige Geburtenrate verursacht wird.“Experten führen den Geburtenrückgang vor allem auf wirtschaftliche Unsicherheiten zurück, die junge Menschen davon abhalten, eine Familie zu gründen. Wang Feng betonte:
„Die wirtschaftliche Unsicherheit zwingt die Jugend zum Abwarten, und das ist ein schlechtes Signal für die Geburtenrate.“
Gegenmaßnahmen der Regierung
Als Reaktion auf diese Krise hat die chinesische Regierung eine Reihe von Initiativen gestartet. Dazu zählen:
- Einschränkungen bei Schwangerschaftsabbrüchen;
- Überwachung der reproduktiven Gesundheit von Frauen;
- Finanzielle Anreize für Familien;
- Einführung einer 13%igen Mehrwertsteuer auf Verhütungsmittel.
Bis zum Jahr 2035 könnte die Zahl der über 60-Jährigen in China auf 400 Millionen ansteigen. Diese rasante Alterung der Gesellschaft würde die demografischen Probleme weiter verschärfen.
Die demografische Krise ist ein zentraler Faktor für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes. Schrumpfende und alternde Bevölkerung führen zu einem Rückgang der Erwerbsbevölkerung, was das Wirtschaftswachstum belasten kann. Die Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen zur Steigerung der Geburtenrate wird jedoch von vielen Beobachtern angezweifelt. Angesichts des rasanten Alterungsprozesses sind langfristige und umfassende Lösungen dringend erforderlich.
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