Kein Platz für Urnen zu Hause: China verbietet Aufbewahrung von Kremationsasche in Wohnungen.

Kein Platz für Urnen zu Hause: China verbietet Aufbewahrung von Kremationsasche in Wohnungen
Kein Platz für Urnen zu Hause: China verbietet Aufbewahrung von Kremationsasche in Wohnungen

Neue Regeln für Bestattungen in China

Nach Angaben von TSN.ua: In China tritt ein neues Gesetz in Kraft, das es verbietet, die Asche Verstorbener in Wohnräumen aufzubewahren oder Bestattungen außerhalb offizieller Friedhöfe durchzuführen. Ziel ist es, die Bestattungspraxis im Land zu vereinheitlichen und die Kontrolle über diese Prozesse zu verschärfen. Das Gesetz gilt als Reaktion auf steigende Sterbezahlen und veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Das Datum des Inkrafttretens liegt kurz vor dem Qingming-Fest, das in China Anfang April gefeiert wird. China gibt nach Japan weltweit am zweitmeisten für Bestattungen aus. Im Jahr 2025 wurden im Land 11,3 Millionen Todesfälle registriert, verglichen mit 9,8 Millionen im Jahr 2015. Im gleichen Zeitraum gab es in Shanghai erstmals über 10.000 Seebestattungen.

Auswirkungen der neuen Vorschriften

Das Gesetz weist auch darauf hin, dass die Immobilienpreise zwischen 2021 und 2025 um etwa 40 Prozent gefallen sind und das Nutzungsrecht für Wohnungen auf bis zu 70 Jahre begrenzt ist. Dies könnte Familien bei der Entscheidung beeinflussen, ob sie Kremationsasche zu Hause aufbewahren, da die neuen Beschränkungen zusätzliche Hürden durch die begrenzte Verfügbarkeit offizieller Friedhöfe mit sich bringen können.

Mit der Verabschiedung dieses Gesetzes versucht China, die Bestattungspraxis zu regulieren und an die wachsende Zahl von Todesfällen sowie die wirtschaftlichen Veränderungen im Land anzupassen. Der Schritt zeigt die Bemühungen der chinesischen Regierung, soziale und kulturelle Traditionen rund um Bestattungen zu ordnen, während die Bevölkerung altert und der Immobilienmarkt im Wandel ist. Angesichts des raschen Anstiegs der Sterbefälle könnten die neuen Regeln dazu beitragen, informelle Bestattungspraktiken zu verhindern, die die öffentliche Gesundheit oder die Umwelt gefährden. Da Bestattungstraditionen in China tief verwurzelt sind, könnte das Gesetz gesellschaftliche Diskussionen auslösen, insbesondere über seine Auswirkungen auf kulturelle Bräuche und familiäre Traditionen.


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