Neuer Gesetzesentwurf: Kreditstundung für ehemalige Kriegsgefangene soll verdoppelt werden.

Neuer Gesetzesentwurf: Kreditstundung für ehemalige Kriegsgefangene soll verdoppelt werden
Neuer Gesetzesentwurf: Kreditstundung für ehemalige Kriegsgefangene soll verdoppelt werden

Gesetzesinitiative Nr. 15357 zur Unterstützung ehemaliger Gefangener

Nach Angaben von Novyny.live: Im ukrainischen Parlament wurde ein neuer Gesetzesentwurf mit der Nummer 15357 eingebracht. Dieser sieht vor, die tilgungsfreie Zeit für Kredite und Darlehen für Menschen, die aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt sind, auf ein ganzes Jahr zu verlängern. Ziel ist es, den Betroffenen in der schwierigen Phase der Wiedereingliederung nach ihrer Freilassung finanziell den Rücken zu stärken. Bisher gilt eine solche Stundung nur für die Dauer der Gefangenschaft selbst sowie für sechs Monate danach.

Nach geltendem Recht sind ehemalige Gefangene während ihrer Inhaftierung und für ein halbes Jahr nach der Entlassung von der Tilgung ihrer Schulden befreit. Der neue Vorschlag würde diese Frist nun erheblich ausdehnen: Er sieht eine Befreiung von finanziellen Verpflichtungen für zwölf Monate vor. Dadurch erhielten die Betroffenen zusätzliche Zeit, um ihre finanziellen Angelegenheiten zu regeln, ohne Angst vor Verzugszinsen oder Mahngebühren haben zu müssen.

Vergünstigungen für ehemalige Kriegsgefangene

Sollte der Gesetzesentwurf angenommen werden, dürften Banken während dieses einen Jahres keine Strafzinsen oder Verzugszinsen erheben. Darüber hinaus sieht das Dokument eine automatische Verlängerung der Zahlungsaufschübe für die gesamte Dauer eines Krankenhausaufenthalts vor, falls die Person in ärztlicher Behandlung ist. Diese Regelung könnte eine wesentliche Entlastung für diejenigen darstellen, die nach den erlittenen Traumata und Verletzungen zusätzliche Zeit zur Genesung benötigen.

Die neuen Vorschläge sehen für ehemalige Gefangene zudem folgende Vergünstigungen vor:

  • die Möglichkeit einer Umschuldung der bestehenden Verbindlichkeiten;
  • den Verzicht auf Verzugszinsen und Strafgebühren während der tilgungsfreien Zeit;
  • das Recht, sich zur Regelung der Schulden direkt an die Bank zu wenden.

Wichtig zu wissen: Das Recht auf eine Umschuldung der Kreditverbindlichkeiten soll auch für die Ehepartner der ehemaligen Gefangenen gelten. Dies stellt sicher, dass die gesamte Familie von der finanziellen Entlastung profitieren kann.

Der Gesetzesentwurf Nr. 15357 zielt darauf ab, jene zu unterstützen, die nach ihrer Rückkehr aus der Gefangenschaft mit finanziellen Engpässen zu kämpfen haben. Er soll ihnen helfen, wieder einen stabilen Lebensalltag aufzubauen.

Die Verabschiedung dieses Gesetzes könnte das Leben der ehemaligen Gefangenen maßgeblich verbessern. Es gewährt ihnen nicht nur finanzielle Erleichterung, sondern auch den nötigen Freiraum, um sich auf ihre emotionale und körperliche Genesung zu konzentrieren. Angesichts der Tatsache, dass viele ehemalige Gefangene mit psychologischen und sozialen Herausforderungen konfrontiert sind, könnten solche Maßnahmen ein entscheidender Baustein für ihre erfolgreiche Rückkehr in die Gesellschaft sein. Der Entwurf unterstreicht zudem die Bedeutung staatlicher Hilfen für besonders verletzliche Bevölkerungsgruppen in Zeiten aktueller Krisen.


Lesen Sie auch

Werbung