Neue App „Kub“ von Naftogaz: Kunden melden massive Probleme und Frustration.
Schwierigkeiten mit der mobilen Anwendung „Kub“
Nach Angaben von Novyny.live: Kunden des ukrainischen Gasversorgers „Naftogaz Ukrainy“ beschweren sich derzeit vermehrt über die neue mobile App „Kub“. Die Anwendung dient der Übermittlung von Zählerständen und der Gasabrechnung, doch viele Nutzer stoßen auf erhebliche Hürden bei der Bedienung. Konkret berichten Anwender von einer unübersichtlichen Oberfläche, Problemen bei der Verwaltung mehrerer Adressen sowie der Unmöglichkeit, fehlerhafte Daten nachträglich zu korrigieren. Zudem ist der zuvor in der App integrierte Chatbot GASUA nicht mehr verfügbar.
Entwickelt wurde „Kub“ von der Firma „Naftogas digitale Technologien“ (LLC). Nach Angaben des Unternehmens nutzen im Frühjahr 2026 rund 98 Prozent aller Kunden von „Naftogaz Ukrainy“ diese App. Trotz dieser hohen Nutzerzahl sorgen die bestehenden Mängel für wachsende Unzufriedenheit und Verunsicherung bei den Verbrauchern.
Ein Betroffener äußerte sich dazu: „Bei ‚Kub‘ fehlt ein Verantwortlicher! Egal ob man bei Naftogaz oder der Gasverteilgesellschaft anruft – überall heißt es, sie seien nicht für Kub zuständig, das sei reine Technologie!“
Als Reaktion auf die Beschwerden erklärte Naftogaz: „Wir verstehen Ihre Besorgnis. Kub erhebt keine Daten ohne Zustimmung des Nutzers.“ Damit versucht der Konzern offenbar, Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes zu zerstreuen. Die technischen Funktionsprobleme der App bleiben jedoch weiterhin ungelöst.
Hauptprobleme und alternative Lösungen
Die häufigsten Kritikpunkte der Nutzer lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- schwierige Navigation und unklare Bedienung der App;
- Probleme bei der Verwaltung mehrerer Lieferadressen;
- fehlende Korrekturmöglichkeit für falsch eingegebene Daten.
Als Ausweichmöglichkeiten stehen den Kunden andere Wege zur Übermittlung der Zählerstände zur Verfügung: etwa das persönliche Konto auf der Webseite von GC „Naftogaz Ukrainy“, eine SMS an die Kurzwahl 4647 oder die Eingabe auf dem Portal gas.ua ganz ohne Registrierung.
Die Lage wird zusätzlich durch geänderte Zahlungsdaten bei Naftogaz erschwert, die im März 2026 in Kraft traten. Im April 2026 zahlen die Kunden von Naftogaz zudem 7,96 Griwna pro Kubikmeter Gas – eine Preisanpassung, die das ohnehin angespannte Verhältnis zur Firma und ihren Diensten weiter belasten könnte.
Die Vorfälle rund um die App „Kub“ zeigen deutlich, wie wichtig Rückmeldungen der Kunden sind. Denn auftretende Schwierigkeiten können das Vertrauen in das Unternehmen nachhaltig erschüttern. Angesichts der neuen Gastarife muss die Firma zeitnah auf die Kritik reagieren und die Funktionsfähigkeit ihrer Services gewährleisten, um die Kundentreue zu sichern und die Nutzererfahrung zu verbessern. Andernfalls drohen nicht nur Kundenverluste, sondern auch ein nachhaltiger Imageschaden für Naftogaz.
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