Klontierung des Menschen: Warum der wissenschaftliche Durchbruch von 1996 nie Realität wurde.
Nach Angaben von ТСН: Im Jahr 1996 überraschte die Welt die Nachricht, die eine neue Ära in der Wissenschaft einleitete: die Geburt des Schafes Dolly. Es wurde das erste Säugetier, das aus einer Zelle eines erwachsenen Organismus geklont wurde. Damals waren die Medien und die wissenschaftliche Gemeinschaft voller Optimismus und hofften auf die schnelle Erscheinen des ersten geklonten Menschen.
Von großen Hoffnungen zur harten Realität
Bis Ende der 90er Jahre wurde angenommen, dass diese Technologie viele Probleme lösen würde. Die Haupthoffnungen lagen auf:
Genetische Heilung: Klonierung wurde als Methode zur Beseitigung erblichen Krankheiten betrachtet.
Überwindung von Defekten: Es wurde angenommen, dass dieser Prozess der Menschheit helfen würde, angeborene Defekte zu beseitigen.
Wendepunkt
Doch bereits nach drei Jahren verwandelte sich die anfängliche Euphorie in Besorgnis. Im Jahr 1999 veröffentlichten französische Forscher Ergebnisse, die die Sicherheit der Technologie in Frage stellten. Wissenschaftler entdeckten, dass Klonierung das Risiko von angeborenen Anomalien erheblich erhöhen kann.
Diese Entdeckung führte dazu, dass die Welt die ethischen und biologischen Grenzen wissenschaftlicher Experimente überdachte. Nach der Geburt von Dolly tauchten zahlreiche unbegründete Behauptungen über die Schaffung geklonter Menschen auf. Zum Beispiel erklärte die französische Chemikerin Brigitte Boisselier im Jahr 2002 die Schaffung des ersten geklonten Menschen namens Eva, konnte jedoch keine Beweise vorlegen.
Probleme der Klonierung von Säugetieren
Klonierung ist ein allgemeiner Begriff, der verschiedene Prozesse zur Erzeugung "genetisch identischer Kopien" umfasst. Bei der potenziellen Klonierung eines Menschen werden Methoden der "reproduktiven Klonierung" verwendet, bei denen eine "reife somatische Zelle", wie z.B. eine Hautzelle, verwendet wird. Die DNA dieser Zelle wird in eine Eizelle des Spenders eingefügt, aus der der Zellkern entfernt wurde.
Dann beginnt die Eizelle sich zu entwickeln und wird schließlich in die Gebärmutter einer Frau implantiert. Trotz erfolgreicher Klonierung anderer Säugetiere ist der Mensch bis heute nicht Teil dieser Liste geworden.
“Ich glaube, es gibt keine überzeugenden Gründe, menschliche Klone zu schaffen. Die Klonierung von Menschen ist ein besonders dramatischer Schritt…”
Die mit der Klonierung des Menschen verbundenen Probleme sind zahlreich und vielfältig: psychologische, soziale und physiologische Risiken, einschließlich eines hohen Risikos des frühen Todes aufgrund angeborener Defekte. Zudem besteht die Sorge, dass Klonierung ein Instrument der Eugenik werden könnte.
Klonierung von Säugetieren führte häufig zu Entwicklungsanomalien, und ein weiteres wichtiges Problem ist, dass Klonierung keine genaue Kopie des Originals schafft.
“Wir alle wissen über Klone Bescheid - eineiige Zwillinge sind Klone voneinander…”
So wird ein Klon lediglich genetisch dem Original ähnlich sein, aber eine eigene Identität, moralische Prinzipien und einzigartige Eigenschaften besitzen, die ihn vom Original unterscheiden.
Die Klonierung von Menschen ist ethisch nicht akzeptabel
Unabhängig von moralischen Überlegungen könnte die Klonierung von Menschen theoretisch für Forschungen verwendet werden, jedoch, so Greeley, sei dies "ethisch nicht akzeptabel".
Darüber hinaus werden mit dem Fortschritt der Medizin die Vorteile eines Klons weniger relevant. Die Idee, geklonte Embryonen zur Gewinnung von Stammzellen zu verwenden, hat nach der Entdeckung von induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) ihren Wert verloren.
Shinya Yamanaka, ein japanischer Forscher, machte diese Entdeckung, indem er reife Zellen nur mit Hilfe einiger genetischer Faktoren zurück in einen embryonalen Zustand versetzte. Diese Entwicklung eröffnete Möglichkeiten zur "Schaffung einer unbegrenzten Quelle von Zellen für therapeutische Zwecke".
Statt Embryonen können Hautzellen verwendet werden. Dieser technologische Fortschritt hat das Konzept der Verwendung von geklonte Embryonen tatsächlich wissenschaftlich tragfähig gemacht.
Heute werden iPS-Zellen zur Modellierung von Krankheiten, zur Arzneimittelforschung und in der regenerativen Medizin eingesetzt.
Darüber hinaus ist die Bearbeitung des Genoms von Keimbahnzellen in letzter Zeit Gegenstand öffentlicher Diskussionen geworden, aufgrund der Möglichkeit, "Superkinder" zu erschaffen. Dieser Prozess wirft Kontroversen auf und erfordert weitere Studien.
Wissenschaftler haben zum ersten Mal ausgestorbene Präriewölfe wiederbelebt. Drei genetisch modifizierte Wölfe, die ausgestorbenen Präriewölfen ähneln, leben jetzt aktiv an einem geschützten Ort in den USA.
So bleibt die Frage der Klonierung offen, da sich die Technologien weiterentwickeln und ethische Grenzen weiterhin diskutiert werden müssen. Technologien zur Genbearbeitung und zur Schaffung von Zellen, die den medizinischen Bedürfnissen gerecht werden, könnten einen radikalen Schritt in der Zukunft darstellen.
Es bleibt abzuwarten, wie diese wissenschaftlichen Fortschritte die Gesellschaft im Ganzen beeinflussen werden: Denn die vollständige Verwirklichung des Potenzials der Wissenschaft wird nicht nur von Entdeckungen, sondern auch von den ethischen, rechtlichen und sozialen Fragen, die neben neuen Möglichkeiten aufkommen, beeinflusst.
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