Die kognitive Vorbereitung: Wie die Idee der 'Russischen Welt' den Krieg gegen Ukraine vorbereitete.
Der Einfluss kognitiver Kriegsführung auf die Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Lange vor den Panzern begann Russland einen Krieg um die Köpfe. Die kognitive Kriegsführung zielt nicht nur auf die öffentliche Meinung, sondern darauf, das Denken eines Volkes grundlegend zu verändern. Diese strategische Vorbereitung auf den physischen Konflikt setzte bereits Jahre vor der Invasion 2022 ein. Wie Renata Marutjan, Direktorin des Instituts für nationale Resilienz und Sicherheit, betont, lässt sich kein exaktes Startdatum für diesen Krieg gegen die Ukraine benennen. Ein entscheidender Wendepunkt war jedoch die Machtübernahme Wladimir Putins.
Die ideologische Wurzel: Das Konzept der 'Russischen Welt'
Die zentrale ideologische Waffe in diesem Kampf ist das seit den 2000er Jahren entwickelte Konzept der 'Russischen Welt'. Es bildet den Kern der russischen kognitiven Kriegsführung. An seiner Ausarbeitung waren Schlüsselfiguren beteiligt wie:
- Alexander Dugin
- Wladislaw Surkow
- Sergei Kirijenko
- Alexander Charitschew
Letzterer präsentierte kürzlich in Moskau einen Bericht über den russischen 'Zivilisationsstaat'. Dieses Konzept dient dazu, ein bestimmtes Bild von Russlands globaler Rolle zu formen und gezielt auf das Bewusstsein der ukrainischen Gesellschaft einzuwirken. Es handelt sich um einen langfristigen, systematischen Prozess, der die Ernsthaftigkeit des russischen Ansatzes im Informationskrieg unterstreicht.
Die kognitive Kriegsführung zeigt, wie sehr Information und psychologische Strategien moderne Konflikte prägen. Solche Kampagnen können die öffentliche Wahrnehmung tiefgreifend verändern – in der Ukraine und darüber hinaus. Ihre Mechanismen zu verstehen, ist daher entscheidend, um Desinformation zu bekämpfen und die nationale Sicherheit zu gewährleisten.
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