Ex-Energieminister Galuschtschenko bleibt in Haft – VAKS bestätigt Maßnahme.

Ex-Energieminister Galuschtschenko bleibt in Haft – VAKS bestätigt Maßnahme
Ex-Energieminister Galuschtschenko bleibt in Haft – VAKS bestätigt Maßnahme

Festnahme des ehemaligen Ministers

Nach Angaben von TSN.ua: Der frühere ukrainische Energieminister Herman Galuschtschenko bleibt in Untersuchungshaft. Das Höchste Antikorruptionsgericht (VAKS) hat seine Beschwerde gegen die Festnahme nur teilweise stattgegeben. Galuschtschenko war in der Nacht zum 15. Februar 2023 festgenommen worden, als er versuchte, das Land zu verlassen. Ihm wird die Veruntreuung von Geldern des staatlichen Unternehmens 'Energoatom' vorgeworfen.

Galuschtschenko hatte das Amt des Energieministers von 2021 bis 2025 inne. Zudem war er vom 17. Juli bis zum 19. November 2025 Justizminister. Im Rahmen der Ermittlungen ist er eine zentrale Figur im NABU-Verfahren 'Midas', das Korruption im Energiesektor aufdeckt. Als Drahtzieher des kriminellen Schemas, in das Galuschtschenko verwickelt sein soll, gilt der Geschäftsmann Tymur Mindich.

Ablauf der Ermittlungen

Im November 2023 wurde Galuschtschenko vom Nationalen Antikorruptionsbüro (NABU) verhört, am 12. November wurden die Akten öffentlich. Am 14. November 2023 schied er aus dem Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine aus, am 19. November enthob ihn das Parlament, die Werchowna Rada, vom Posten des Justizministers. Die Lage um den Ex-Minister bleibt angespannt, da die Untersuchungshaft aufrechterhalten wird.

Korruptionsverfahren gegen hohe Staatsbeamte sind in der Ukraine ein hochsensibles Thema. Dies gilt besonders während des Krieges, in dem der Staat um Vertrauen und internationale Unterstützung wirbt. Der Fall Galuschtschenko unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Bekämpfung von Korruption in Schlüsselsektoren wie der Energieversorgung. Der Ausgang des Prozesses wird aufmerksam verfolgt werden, da er Signalwirkung für die weiteren Reformbemühungen des Landes haben könnte.


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