Was Putin von Selenskyj erfahren wollte: Ribatschuk über Abramowitschs Rolle bei den Gesprächen.
Oleh Ribatschuk äußert sich zu Roman Abramowitschs Vermittlerfunktion
Nach Angaben von Espreso.tv: Der frühere ukrainische Vize-Premierminister für europäische Integration, Oleh Ribatschuk, der heute die NGO 'Zentrum für gemeinsames Handeln' leitet, hat in einem Interview die Beweggründe des russischen Präsidenten Wladimir Putin und die Haltung Kiews während des andauernden Krieges analysiert. Dabei ging er speziell auf die Beteiligung des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch an den Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine ein.
Am 7. Juni wurden im Kreml sogenannte 'vertrauliche Kontakte' zwischen Russland und der Ukraine bestätigt. Einen Tag später, am 8. Juni, erklärte Wolodymyr Selenskyj, dass Abramowitsch während des Großkrieges nach Kiew gereist sei. Ribatschuk zufolge versuchte Putin, die wahren Absichten des ukrainischen Präsidenten zu ergründen. Er betonte:
„Putin wollte sich vergewissern, wie Selenskyjs tatsächliche Position aussieht“.
Kiews unerschütterliche Haltung und Moskaus Aktivitäten
Ein zentraler Punkt, den Ribatschuk hervorhob, betrifft die ukrainische Verhandlungsbasis. Er stellte klar:
„Doch Selenskyj machte deutlich, dass wir das Territorium nicht aufgeben werden“. Damit sei die Linie der ukrainischen Führung in der Frage der territorialen Integrität unverändert. Zugleich wies Ribatschuk darauf hin, dass 'Putin demonstriert, dass er nicht isoliert ist' – ein Hinweis darauf, dass Russland trotz des Krieges weiterhin auf der internationalen Bühne agiert.
Ribatschuks Einschätzungen unterstreichen die Bedeutung diplomatischer Kanäle im Ukraine-Krieg. Die unnachgiebige Haltung Kiews zur territorialen Souveränität bleibt ein zentraler Faktor für den weiteren Gesprächsverlauf. Gleichzeitig zeigen Moskaus internationale Aktivitäten, dass der Kreml trotz der Kriegsfolgen versucht, seine Verbindungen aufrechtzuerhalten und seine Position zu stärken.
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