Ex-Energieminister Galuschtschenko an Grenze festgenommen – Vorwurf der Flucht.
Festnahme des früheren Ministers
Nach Angaben von Novyny.live: Der ehemalige ukrainische Energieminister Herman Galuschtschenko wurde unter Korruptionsverdacht an der Grenze festgenommen. Er wies die Vorwürfe als absurd und rechtswidrig zurück und bestritt entschieden, flüchten zu wollen.
„Ich war immer hier, bin nirgendwohin geflohen und habe mich nicht versteckt. Und wenn ich hätte fliehen wollen, wäre ich geflohen. Ein Ticket zu kaufen und in Kiew in den Zug zu steigen – das ist absurd“, kommentierte Galuschtschenko die Situation.
Hintergründe der Festnahme
Die Festnahme Galuschtschenkos erfolgte in der Nacht zum 15. Februar an einer Grenzübergangsstelle. Grundlage war ein Ersuchen des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine (NABU) und der Spezialisierten Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP). Ihm wurde im Rahmen des als 'Midas' bekannten Verfahrens der Verdacht mitgeteilt. Den Ermittlungen zufolge sollen Familienmitglieder Galuschtschenkos über 7,4 Millionen US-Dollar auf Konten in der Schweiz erhalten haben.
Gegen seine Festnahme hat Galuschtschenko bereits Beschwerde beim Obersten Antikorruptionsgericht (VAKS) eingelegt. In Kiew läuft derweil die erste Gerichtsanhörung, in der ihm die Korruptionsvorwürfe formell vorgelegt werden. Der Fall erregt große öffentliche Aufmerksamkeit und zeigt die anhaltenden Herausforderungen im Kampf gegen Korruption auf hoher Ebene. Die Ermittlungen in der 'Midas'-Affäre werfen ein Schlaglicht auf mutmaßliche Verfehlungen in der staatlichen Verwaltung und stellen eine Bewährungsprobe für die ukrainischen Antikorruptionsinstitutionen dar. Der weitere Prozessverlauf wird die öffentliche Wahrnehmung dieser Behörden maßgeblich beeinflussen.
Lesen Sie auch
- Ukraine plant Vergeltung: Selenskyj legt mit Militärspitze Reaktion auf russische Angriffe fest
- EU-Kommission nimmt Krypto-Dienstleister ins Visier: Neue Sanktionen gegen Russland geplant
- Neue Aufgaben für Umerow und Klymenko: Selenskyj legt frischen Kurs für den Nationalen Sicherheitsrat fest
- Ehemaliger ukrainischer Abgeordneter Demtschak an Kiew ausgeliefert – Behörden verstärken Rückholaktion von Verdächtigen
- Neue EU-Sanktionen gegen Russland: Das steckt im 21. Maßnahmenpaket
- Litauen wirft EU-Staaten vor, Sanktionen aus Eigennutz zu untergraben

