Perus Kongress setzt Präsident Gery ab – der dritte Staatschef in acht Jahren.
Das Ende der Präsidentschaft von José Gery
Nach Angaben von TSN.ua: Am 17. Februar 2026 hat der peruanische Kongress für die Amtsenthebung von Präsident José Gery gestimmt. Damit endete seine Amtszeit nach nur vier Monaten im Zuge einer anhaltenden politischen Krise. Für die Absetzung votierten 75 Abgeordnete, 24 waren dagegen und drei enthielten sich. Gery ist somit bereits der dritte Staatschef in Folge, der innerhalb der letzten acht Jahre vorzeitig sein Amt verlassen musste. Diese Serie von Absetzungen zeigt die tiefgreifende Instabilität im politischen System des Andenstaates.
José Gery hatte das Präsidentenamt im Oktober 2025 von Dina Boluarte übernommen, die ihrerseits aufgrund von Korruptionsskandalen abgesetzt worden war. Zum Zeitpunkt der Abstimmung umfasste der Kongress 130 Sitze; für ein erfolgreiches Amtsenthebungsverfahren wären 87 Stimmen nötig gewesen. Trotz der politischen Turbulenzen verzeichnete Peru im Jahr 2025 ein Wirtschaftswachstum von 3,4% bei einer Inflationsrate von etwa 1,7%.
Die Gründe für die Amtsenthebung
Als zentraler Vorwurf für die Absetzung gilt ein nicht offengelegtes Treffen Gery's mit dem chinesischen Geschäftsmann Zhihua Yang. Die Abgeordnete Ruth Luque brachte die Stimmung im Parlament auf den Punkt:
„Wir fordern ein Ende dieser Agonie, um einen echten Übergang zu ermöglichen, auf den die Bürger hoffen.“ - Ruth Luque
Die nächste Chance auf politische Beruhigung bieten die für den 12. April 2026 angesetzten Neuwahlen. Sie könnten einen entscheidenden Schritt zur Stabilisierung der Lage nach dem erneuten Machtwechsel an der Staatsspitze darstellen. Die Wahl wird darüber entscheiden, ob es gelingt, das Vertrauen in die demokratischen Institutionen wiederherzustellen und die positive wirtschaftliche Entwicklung trotz der politischen Unwägbarkeiten fortzusetzen.
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