Klein, niedrig, sicher: Warum Mini-Satelliten der bessere Weg sind.
Neue Studie bewertet Risiken durch Weltraumschrott
Nach Angaben von TSN.ua: Forscher der Universität Manchester unter Leitung von John McIntosh haben die Gefahren durch die zunehmende Überfüllung des erdnahen Orbits untersucht. Ihre zentrale Erkenntnis: Kleine, kompakte Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen stellen eine deutlich sicherere Alternative zu großen Satelliten in höheren Lagen dar. Diese Einschätzung ist hochaktuell, da die Zahl der Objekte im Orbit stetig zunimmt.
Die Studie zeigt auf, welcher technische Aufwand nötig wäre, um einen Satelliten von 300 km auf 750 km Höhe zu verlegen und dabei die gleiche Bildqualität zu halten:
- Die Kamera-Apertur müsste von 0,33 m auf 0,83 m vergrößert werden.
- Das Gewicht würde von 107 kg auf enorme 1360 kg ansteigen.
Für eine stündliche Abdeckung jedes Punktes der Erde sind laut Berechnungen in 750 km Höhe 10 große Satelliten nötig. Derselbe Service ließe sich in 300 km Höhe bereits mit 22 kleinen Einheiten realisieren.
Die tödlichste Zone für Satelliten
Die größte Bedrohung geht von der sogenannten "Müllhalte" des Orbits aus: Die höchste Konzentration gefährlicher Trümmerteile befindet sich zwischen 850 und 950 km Höhe. Genau in dieser Region wären große Satelliten besonders gefährdet. Die Studie verweist darauf, dass Starlink bereits reagiert hat und einen Teil seiner Konstellation von 550 km auf 480 km abgesenkt hat, um das Kollisionsrisiko zu minimieren.
Unsere Ergebnisse haben erhebliche Konsequenzen für die Raumfahrtindustrie, denn sie zwingen zum Umdenken bei der Wahl der Umlaufbahnen für Satelliten. — John McIntosh
Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler unterstreicht die Dringlichkeit, Umlaufbahnen strategisch und sicherheitsorientiert zu wählen. Dies gilt besonders vor dem Hintergrund des rasant wachsenden Verkehrs im Weltraum.
Der Wechsel zu kleineren und leichteren Satellitenmodellen bietet Unternehmen somit nicht nur ein geringeres Risiko, sondern kann auch die Effizienz ihrer Missionen steigern.
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