Brüsseler Milliardenpaket für Kiew wackelt: Budapest und Bratislava blockieren.
EU-Kredit über 90 Milliarden Euro für die Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Ein von der Europäischen Union geplantes Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine steht auf der Kippe. Grund sind anhaltende Widerstände aus Ungarn und der Slowakei. Die estnische Regierungschefin Kaja Kallas teilte am 31. März in Butscha mit, dass die Entscheidung über das Finanzpaket weiterhin stockt. Sie betonte, dass trotz fortgesetzter Bemühungen derzeit keine guten Nachrichten über eine Freigabe des Kredits vorlägen.
Ungarn unter Viktor Orbán verweigert weiterhin seine Zustimmung zu Hilfsmaßnahmen für die Ukraine, was den Prozess erheblich erschwert. Diese Haltung wird auch von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bestätigt. Sie erklärte, dass die EU trotz des ungarischen Vetos an dem Plan festhalte, der Ukraine 90 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Parallel dazu drohte der slowakische Premier Robert Fico damit, das 20. Sanktionspaket gegen Russland zu blockieren, was die ohnehin angespannte Lage weiter verschärft.
„Wir arbeiten weiter daran, diese Hürden zu überwinden, aber leider kann ich Ihnen heute keine guten Nachrichten darüber überbringen, dass dieser Kredit gewährt wird.“
Kaja Kallas
Die Entwicklungen rund um den Kredit verdeutlichen die komplizierten geopolitischen Verhältnisse in Europa. Interne Differenzen zwischen den EU-Mitgliedstaaten können die Unterstützung für die Ukraine während des Krieges gegen Russland erheblich beeinträchtigen. Sollten Ungarn und die Slowakei ihre ablehnende Haltung nicht aufgeben, droht eine Verzögerung der dringend benötigten Finanzmittel, was den Wiederaufbau des Landes und seine wirtschaftliche Stabilität gefährden würde. Es bleibt abzuwarten, ob diplomatische Gespräche in Brüssel doch noch zu einer Einigung führen können.
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