Ungarn führt Amtszeitbegrenzung für Abgeordnete ein: Madjar treibt 17. Verfassungsänderung voran.

Ungarn führt Amtszeitbegrenzung für Abgeordnete ein: Madjar treibt 17. Verfassungsänderung voran
Ungarn führt Amtszeitbegrenzung für Abgeordnete ein: Madjar treibt 17. Verfassungsänderung voran

Verfassungsänderung in Ungarn

Nach Angaben von Espreso.tv: Der ungarische Ministerpräsident Peter Madjar hat die 17. Verfassungsänderung eingebracht. Diese sieht eine Begrenzung der Amtszeit für Parlamentarier sowie die Einrichtung einer Nationalen Behörde für Rückführung und Schutz von Vermögenswerten vor. Die Änderung wurde mit 139 Ja-Stimmen bei 6 Gegenstimmen angenommen – trotz eines Boykotts der Abstimmung durch die Fidesz-Partei.

Die Reform führt eine Amtszeitbegrenzung von zwölf Jahren für Abgeordnete ein, womit Madjar ein Wahlversprechen einlöst. Ein wichtiger Punkt: Tamas Sulyok, der fünf Tage Zeit hat, die Änderung zu unterzeichnen, steht bereits in der Kritik des Premiers. Madjar erklärte wörtlich:

„Jedes Mal, wenn er zwischen Verfassungsgrundsätzen und den Interessen von Fidesz wählen musste, hat Tamas Sulyok sich immer wieder für die Interessen von Fidesz entschieden – und tut das bis heute!“

Falls Sulyok die Änderung nicht unterzeichnet, droht Madjar mit einem Amtsenthebungsverfahren. Sulyok wiederum warnt davor, dass eine erzwungene Absetzung eine „Verfassungskrise“ auslösen könnte. Viktor Orban war 16 Jahre im Amt – diese Tatsache könnte die politische Landschaft Ungarns im Zuge der neuen Regelungen beeinflussen.

Politische Folgen der Verfassungsänderung

Diese Verfassungsänderung könnte ein wichtiger Schritt zur Reform des politischen Systems Ungarns sein, denn die Amtszeitbegrenzung für Abgeordnete könnte zur Erneuerung der politischen Klasse beitragen. Allerdings birgt der Konflikt zwischen dem Ministerpräsidenten und dem Parlamentspräsidenten das Risiko einer Verschärfung der politischen Lage im Land, was Sorgen um die Stabilität der Regierung auslöst.

Beobachter weisen darauf hin, dass die Auswirkungen dieses Konflikts weitreichende Konsequenzen für die politische Kultur und die demokratischen Prozesse in Ungarn haben könnten.


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